So beschreiben die Don Bosco Schwestern die Casa Mamá Margarita in Medellín. Das klingt zunächst nach einem idyllischen Ort. Doch viele Mädchen, die hierherkommen, haben alles andere als eine unbeschwerte Kindheit erlebt.
Manche kommen hungrig oder unterernährt an, viele kennen Armut, Unsicherheit oder Gewalt aus ihrem unmittelbaren Lebensumfeld. Dass in der Casa Mamá Margarita trotzdem etwas „blühen“ kann, hat deshalb wenig mit Idylle zu tun. Es beginnt mit ganz grundlegenden Dingen: mit regelmäßigen Mahlzeiten und sauberer Kleidung, mit der Möglichkeit, wieder zur Schule zu gehen. Und vor allem mit Menschen, die da sind und zuhören.
Seit 1980 ist die Casa Mamá Margarita ein sicherer Ort für Mädchen im Kindes- und Jugendalter. Einige von ihnen leben zeitweise in der Casa, andere werden tagsüber betreut und besuchen hier die Schule. Rund 150 Mädchen und Jugendliche erreicht die Einrichtung im Laufe eines Jahres.

Musik, Sport und andere Freizeitangebote gehören zum Alltag in der Casa Mamá Margarita.
Lernen – manchmal von ganz vorne
Viele Mädchen bringen Lücken in ihrer Schulbildung mit, berichtet Schwester Milena López. Manche konnten längere Zeit keine Schule besuchen, bei anderen entspricht der Bildungsstand nicht ihrem Alter. Die Schule in der Casa ist deshalb anders organisiert: Die Mädchen können jederzeit ins Schuljahr einsteigen und in ihrem eigenen Tempo lernen.
Auch Mädchen mit Lernschwierigkeiten werden gezielt einbezogen und entsprechend ihrer Fähigkeiten begleitet. Ältere Mädchen erhalten Möglichkeiten zur beruflichen Qualifizierung. Ziel ist nicht nur ein Schulabschluss, sondern die Chance, später selbstständig zu leben und wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu stehen.
Mehr als Versorgung
Hinter der Arbeit der Casa steht das Präventivsystem Don Boscos. Es setzt auf Vertrauen und Beziehung und will die Mädchen darin stärken, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und eine Perspektive für ihre Zukunft zu entwickeln.
Was das bedeuten kann, bringt eine ehemalige Schülerin in einem Rückblick auf ihre Zeit in der Casa auf den Punkt: „Ich habe gelernt, an meine Zukunft zu denken und zu wissen, dass ich etwas aus meinem Leben machen kann.“
Dazu gehört auch psychologische, soziale und spirituelle Begleitung. In Workshops geht es um Selbstwert und Selbstfürsorge, den Umgang mit Gefühlen, Gewaltprävention, Ängste und Konflikte – und darum, die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu entdecken.
Die Casa nimmt dabei auch die Familien in den Blick. Eltern werden etwa bei Fragen zu Erziehung, psychischer Gesundheit und familiärer Kommunikation unterstützt. Allein 2024 kamen rund 70 Familien neu in diese Begleitung.
Mädchen können unabhängig vom Zeitpunkt im Schuljahr einsteigen und in ihrem eigenen Tempo lernen.
Wenn Hilfe gebraucht, aber das Geld knapper wird
Die Casa erhält Unterstützung von der kolumbianischen Provinz der Don Bosco Schwestern, von öffentlichen Stellen sowie kirchlichen und privaten Organisationen. Ein Teil der Bildungsarbeit wird durch eine Vereinbarung mit der Stadt Medellín finanziert. Doch die Mittel reichen nicht aus. Steigende Preise machen es zusätzlich schwer, mit dem vorhandenen Geld auszukommen. Doch gerade gute Betreuung braucht vor allem eines: Menschen. Erzieherinnen, Lehrkräfte sowie psychologische und sozialpädagogische Fachkräfte. Fehlt das Geld, muss beim Personal gespart werden. Ausgerechnet dort, wo verlässliche Beziehungen besonders wichtig sind.
Armut und schwierige Lebensbedingungen bringen viele Familien an ihre Grenzen. Hinzu kommen Familien, die aus Venezuela nach Kolumbien migriert sind und in Medellín kaum Arbeit oder ein gesichertes Einkommen finden.
Damit aus einem sicheren Ort eine Zukunft werden kann
Deshalb unterstützt das diesjährige Solidaritätsprojekt der Don Bosco Schwestern die Casa Mamá Margarita. Die Hilfe trägt dazu bei, dass die Mädchen weiterhin versorgt, unterrichtet und von qualifizierten Fachkräften begleitet werden können.
Mit Ihrer Hilfe kann die Casa Mamá Margarita in Medellín weiterhin das sein, was die Schwestern selbst so schön beschreiben: „ein Haus, in dem alles blüht“.

Das Haus soll eine "Schule des Lebens und der Liebe" sein.
Mit Ihrer Spende schenken Sie Mädchen und jungen Frauen in Kolumbien Hoffnung und die Möglichkeit, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
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Solidaritätsverein der Don Bosco Schwestern
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Jedes Jahr rufen die Don Bosco Schwestern ein Solidaritätsprojekt aus, um ihre Mitschwestern in aller Welt zu unterstützen. Dank unseres weltweiten Ordensnetzwerkes wissen wir immer, wo die Not am größten ist und welche Hilfe es tatsächlich braucht.
Mit Ihrer Spende können wir unseren Mitschwestern schnell und unbürokratisch finanzielle Unterstützung zukommen lassen. So wird Soforthilfe in Kathastrophenfällen genauso möglich wie die Finanzierung von langfristigen Projekten, die wesentlich zur Existenzsicherung von jungen Menschen und Frauen beitragen.
Solidaritätsverein der Don Bosco Schwestern
Verein zur Förderung von Sozialprojekten weltweit
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