
Provinzrätinnen aus Belgien, Deutschland und Österreich im Austausch
Schon lange war diese Begegnung geplant, bei der es darum gehen sollte, sich besser kennenzulernen und eventuelle Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu benennen.
Wie sieht die Situation unserer Provinzen aus? Wie viele Schwestern, wie viele Einrichtungen und Gemeinschaften gibt es? Wo sind die Stärken unserer Provinzen? Wo müssen wir uns Problemen und Herausforderungen stellen? Besondere Schwerpunkte lagen auch auf den Themen Jugend- und Berufungspastoral sowie die Sorge um die älteren Mitschwestern.
Im Bereich des Freiwilligendienstes VIDES zeichnen sich konkrete Möglichkeiten einer Zusammenarbeit ab, z.B. in einem Projekt mit Geflüchteten in Calais.
Augenzwinkernd haben wir festgestellt, dass ein bemerkenswerter Unterschied natürlich in der geographischen Situation liegt: Die größte Entfernung zwischen den Häusern in Belgien sind 180 km (Brügge und Boxbergheide). In der deutschsprachigen Provinz müssen zwischen Essen und Wien ca. 960 km zurückgelegt werden. Und es macht nachdenklich, dass im Blick auf unsere Niederlassung in Essen, die belgischen Gemeinschaften näher liegen als die unserer eigenen Provinz.
Ein weiteres Gesprächsthema war auch die Frage, inwieweit es in der Europäischen Provinzenkonferenz, die sich aus 22 Provinzen und Visitatorien zusammensetzt, zu einer engeren Zusammenarbeit kommen könnte. Eine Möglichkeit wäre z.B. die verstärkte Zusammenarbeit in Regionen (Europa Nord, Europa Mitte…) Beim kommenden Treffen der europäischen Provinzleiterinnen soll dieses Thema noch einmal eingebracht werden.
Insgesamt wurde die Begegnung als sehr positiv und wertschätzend erlebt. Die deutschsprachigen Provinzrätinnen waren sich einig, dass es guttut, einmal über den Tellerrand zu schauen und zu entdecken, wie wir uns gegenseitig bereichern können, dass wir vieles gemeinsam haben und mit den Herausforderungen nicht alleine stehen. Und Sr. Hilde Bosmans, die belgische Provinzleiterin, meinte im Anschluss an das Treffen: „Danke für die Begegnung. Es hat uns ermutigt und inspiriert.“
(Sr. Petra Egeling)

