
Die salesianische Geschichte bewahren und in die Zukunft tragen
Am 9. Oktober 2026 feierte die Vereinigung der Freunde und Förderer der salesianischen Geschichtsforschung (Associazione dei Cultori di Storia Salesiana – ACSSA) ihr 30-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1996 setzt sie sich für die Erforschung und Bewahrung des Erbes des salesianischen Charismas von Don Bosco und Mutter Mazzarello ein.
Aus den rund zwanzig Gründungsmitgliedern ist ein internationales Netzwerk mit heute 243 Wissenschaftler, Archivar, Forscher, Ordensleuten und Laien aus allen fünf Kontinenten geworden. Gemeinsam mit dem Salesianischen Historischen Institut in Rom hat die ACSSA in drei Jahrzehnten 29 Kontinentalseminare und sechs Weltkongresse organisiert. Mit wissenschaftlichen Publikationen und internationalen Seminaren trägt sie dazu bei, die geistlichen, pädagogischen und missionarischen Wurzeln der Salesianischen Familie zu erschließen und für kommende Generationen lebendig zu halten.
Anlässlich des Jubiläums übermittelten der Generalobere der Salesianer Don Boscos, Don Fabio Attard, und die Generaloberin der Don Bosco Schwestern, Sr. Chiara Cazzuola, ihre Glückwünsche. Beide würdigten den wertvollen Beitrag der ACSSA zur Erforschung und Weitergabe der salesianischen Geschichte.
Generaloberin: Forschung stärken und neue Kommunikationswege erschließen
Sr. Chiara Cazzuola hob besonders hervor, wie wichtig die historische Forschung für die Zukunft des salesianischen Charismas ist. Die Geschichte dürfe nicht versiegen, sondern müsse sich in Raum und Zeit weiter entfalten – „in Treue zu einer Inspiration, die bis heute erstaunlich lebendig und fruchtbar ist“. Sie ermutigte die ACSSA, ihre Forschung weiter zu qualifizieren, neue und kreative Kommunikationswege zu erschließen und das salesianische Geschichtserbe möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Dabei solle die Vereinigung immer mehr zu einer „interkulturellen und internationalen Familie“ zusammenwachsen.
Mit Blick auf Don Bosco erinnerte die Generaloberin daran, dass der Gründer die Erinnerung an seine geistliche und apostolische Erfahrung bewusst bewahrte, um kommende Generationen zu prägen und die Werte des salesianischen Charismas weiterzugeben. Den Mitgliedern der ACSSA dankte sie für die „Liebe, Leidenschaft und Kompetenz“, mit der sie diesen wichtigen Dienst erfüllen.
Auch Generaloberer Don Fabio Attard betonte, dass lebendige Erinnerung nicht in der Vergangenheit festhält, sondern Leben hervorbringt und den Blick für die Zukunft öffnet.
Dreißig Jahre nach ihrer Gründung zählt die ACSSA weiterhin zu den renommiertesten internationalen Netzwerken im Bereich der salesianischen Geschichtsforschung. Sie setzt sich für eine lebendige Erinnerung ein, die die Gegenwart inspiriert und dazu beiträgt, die Zukunft der Salesianischen Familie zu gestalten.


