
„Luja sag i!“
Dass Frohsinn und Glaube bei den Don-Bosco-Schwestern Hand in Hand gehen, ist kein Geheimnis. Wie viel Humor und augenzwinkernde Beobachtungsgabe in der Rottenbucher Gemeinschaft stecken, zeigte sich beim bayerischen Abend anlässlich des ersten Kurzbesuchs unserer neuen Provinzleiterin, Schwester Maria Maul. Ein kleiner Höhepunkt des Abends war eine humorvolle Kabaretteinlage, die das Geschehen rund um den Antrittsbesuch auf höchst amüsante Weise aufs Korn nahm.
Der Engel Aloisius im Sonderauftrag
In dem heiteren Sketch schwebte kein Geringerer als der bayerische Engel Aloisius auf einer Wolke über dem Pfaffenwinkel ein. Vom Herrgott persönlich mit einem Sonderauftrag nach Rottenbuch geschickt, sollte er die Lage vor Ort sondieren. Hinter der Büste des heiligen Don Bosco versteckt, beobachtete Aloisius das geschäftige Treiben im Kloster – vom blitzblank polierten Rollatorenfuhrpark bis hin zum Duft frischer Brezen. Steirische Direktheit trifft bayerischen Sturkopf – so das augenzwinkernde Fazit der Einlage. Die Darstellerin brachte die Mischung aus großer Vorfreude, klösterlichem Alltag und dem Ankommen der neuen Provinzleiterin treffsicher und mit viel Liebe zum Detail auf die Bühne. Ob es um das ausgefüllte Leben im „Unruhestand“, die Optimierung der Pflege oder die Frage ging, ob Don Boscos Pädagogik der Vorsorge nicht auch für den Vorrat an Obatzdm gilt: Kein Thema war vor dem feinen Humor der Schwestern sicher.
Entwarnung für den Herrgott
Auch das Resümee des Engels Aloisius fiel eindeutig aus: Bevor er sich im Himmel eine wohlverdiente (alkoholfreie!) Maß abholte, konnte er dem Herrgott stolz berichten, dass die Posaunen des Jüngsten Gerichts getrost eingepackt bleiben können. In Rottenbuch hat die neue Provinzleiterin das Herz am rechten Fleck – und die Gemeinschaft die Freude am Glauben und am Miteinander voll im Blick.
Die gelungen gezeichnete Einlage brachte die Schwestern herzhaft zum Lachen und setzte ein schönes Zeichen dafür, wie mit Freude, Offenheit und einem Augenzwinkern neue Kapitel in unserer Provinz aufgeschlagen werden.
(Sr. Susanne Stachl)


