
Professjubilarinnen der Don Bosco Schwestern
Am 5. August 2026 feiern sieben Don Bosco Schwestern ihr Professjubiläum - 75, 65, 60, 50 und 40 Jahre Treue im Dienst an den jungen Menschen! Hier eine Vorstellung unserer Jubilarinnen:
75 JAHRE

Sr. Gertrud Haskamp FMA, geboren 1931, ist gebürtige Oldenburgerin und mit elf Geschwistern aufgewachsen. Durch ihre Tante, die auch Don Bosco Schwester war, fanden sowohl Gertrud, als auch ihre Schwester Maria ihren Weg in unsere Gemeinschaft. Nach ihrer Profess machte Gertrud die Ausbildung zur Volksschullehrerin, konnte aber aus gesundheitlichen Gründen diesen Beruf nur für kurze Zeit ausüben.
Sr. Gertrud war in verschiedenen Gemeinschaften vor allem im bayrischen Raum tätig. Einige Jahre lebte sie auch in Magdeburg. Der Umgang mit den eigenen körperlichen und seelischen Grenzen war für sie immer eine große Herausforderung, der sie sich aber immer wieder neu mit großem Mut und viel Glauben und Gottvertrauen stellte. Sr. Gertrud liebt Musik und als Oldenburgerin ist ihr Lieblingslied: Alle Birken grünen in Moor und Heid…
65 JAHRE

Sr. Giuseppina Baldo FMA ist Italienerin und wurde 1940 in Vestena-nova, in der Nähe von Verona, geboren. Mit 14 Jahren lernte sie hier die Don Bosco Schwestern kennen. 1961 legte sie ihre Erste Profess ab und besuchte eine hauswirtschaftliche Berufsschule in Turin.
Ab 1962 lebte sie als Missionarin in Deutschland: zuerst in Rottenbuch, wo sie auch ihre Ewige Profess ablegte. Dann viele Jahre, von 1964 – 2014, in Augsburg. Sr. Giuseppina war immer die „gute Seele des Hauses“. Seit 2014 ist sie im Ruhestand und lebt in unserer Gemeinschaft in Rottenbuch. Neben unseren Ordensgründern Don Bosco und Maria Mazzarello hat sie eine besondere Verehrung für ihren Namenspatron, den Hl. Josef.

Sr. Maria Bohne FMA wurde 1940 in Bottrop geboren. Sie selbst schreibt: „Meine Kindheit war geprägt vom Krieg, von Tod, Trauer und Armut. In Bottrop lernte ich sehr frohe Schwestern kennen. Ich spürte, es war meine Berufung, andere froh zu machen.“ Ihre Erste Profess legte sie 1961 in Rottenbuch ab.
Danach lebte sie in vielen Häusern unseer Provinz und arbeitet 40 Jahre im Kindergarten und im Hort. Seit 2002 arbeitet sie in unserer Niederlassung in München, erst in der Kaulbachstraße, dann in der Schellingstraße als Wäscherin und Pförtnerin, daneben war sie Vikarin, ist Ökonomin und kochte auch immer wieder für ihre Mitschwestern. Seit Juli 2026 gehört Sr. Maria zur Gemeinschaft in Rottenbuch. Sr. Maria ist eine fröhliche, vielseitige und praktische Frau!
60 JAHRE

Sr. Johanna Franke wurde als jüngstes Kind mit fünf Brüdern und einer Schwester in Essen Borbeck groß. Von klein auf nahmen ihre Geschwister sie mit in den Hort zu den „Padders“ (Salesianer Don Boscos) und zu den Schwestern. Dort entdeckte sie dann auch ihre Berufung zum Ordensleben.
1963 trat sie bei den Don Bosco Schwestern ein und legte 1966 in Rottenbuch ihre erste Profess ab. Im Laufe ihres Ordenslebens war sie in verschiedenen pädagogischen Einrichtungen tätig: im Kinderheim, im offenen Jugendzentrum und vor allem in unterschiedlichen Kindergärten.
In ihren aktiven Zeiten war Sr. Johanna eine sprühende und lebhafte Persönlichkeit, die immer eine Gelegenheit fand, zu lachen, zu scherzen oder ein Fest zu feiern. Nicht umsonst ist eines ihrer Lieblingsworte aus der Bibel: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“
Auf die Frage, worauf sie in ihrem Leben baut, sagte sie einmal. „Dass ich immer wieder Menschen habe, die mich in meiner Berufung stärken und begleiten.“ Das darf sie nun sehr konkret in Alter und Krankheit erfahren.

Sr. Leonore Grahli ist in Essen Borbeck aufgewachsen und hat dort vor Ort die Don Bosco Schwestern kennengelernt. Sie fühlte sich von deren Leben und dem Wirken unter den Kindern angezogen. 1962 trat sie in den Orden ein und legte 1966 ihre erste Profess ab.
In der ordenseigenen Fachakademie in Rottenbuch machte sie eine Ausbildung zur Erzieherin und arbeitete viele Jahre in den verschiedensten elementarpädagogischen Einrichtungen der Don Bosco Schwestern – davon fast 20 Jahre in Köln.
Eine besonders wertvolle Erfahrung waren für sie die Jahre in Magdeburg, wo sie zwischen 2010 und 2020 noch einmal ein ganz neues gesellschaftliches und kirchliches Umfeld kennenlernen konnte.
Seit 2021 lebt sie in der Gemeinschaft in Rottenbuch. Aufgrund eines Augenleidens hat sie in den vergangenen Jahren ihre Sehkraft verloren. So versucht sie sich nun der Herausforderung zu stellen, „mit dem Herzen zu sehen“.
50 JAHRE

Sr. Floria Karlinger ist in München geboren und dort aufgewachsen. Nach der mittleren Reife stellte sich ihr die Frage nach der beruflichen Zukunft und sie schlug die Ausbildung zur Werklehrerin ein. Sie spürte aber, dass es für sie nicht nur um den Beruf, sondern auch um die Berufung ging und so trat sie 1973 bei den Don Bosco Schwestern in Rottenbuch ein und legte dort 1976 ihre erste Profess ab.
Missionarin sein – das war der Wunsch, den sie in sich vernahm und um sich darauf vorzubereiten, machte sie die Ausbildung zur Krankenschwester.
1983 wurde sie als Missionarin in die Demokratische Republik Kongo entsandt. Dort wirkte sie 30 Jahre lang in verschiedenen Gemeinschaften. An allen Orten war es ihr ein Anliegen, für die Armen da zu sein und Antwort zu geben auf die Not, die sie erlebte – nicht nur die materielle, sondern auch die seelische und geistige Not.
2013 kehrte sie nach Deutschland zurück. Die ersten vier Jahre verbrachte sie in Rottenbuch und brachte ihre Fähigkeiten in der Gemeinschaft der älteren Schwestern ein. Seit 2017 lebt und wirkt sie in Magdeburg, aber ihr Herz schlägt noch immer für die Menschen im Kongo.
40 JAHRE

Sr. Lydia Kaps ist eine waschechte Kölnerin. In der Kölner Innenstadt aufwachsend, hat sie die Herausforderungen einer Großstadt kennengelernt und durfte erfahren, was es bedeutet, auf die Hilfe Gottes und guter WegbegleiterInnen vertrauen zu können. So kam in ihr der Wunsch auf, Kindern und Jugendlichen Gottes Liebe und Nähe weitergeben zu wollen und selber jemand zu sein, der junge Menschen auf ihren Wegen begleitet.
1982 trat sie bei den Don Bosco Schwestern in Rottenbuch ein, absolvierte dort die Ausbildung zur Erzieherin und legte 1986 ihre erste Profess ab. Die ersten fünf Jahre war sie als Erzieherin in Gelsenkirchen Scholven tätig. 1991 machte sie eine Missionsanfrage für den Osten Europas und wurde 1992 in die neu eröffnete Gemeinschaft in Magdeburg geschickt.
Dort wirkt sie nun seit fast 35 Jahren im offenen Kinder- und Jugendzentrum – mit Engagement und Freude und ungebrochener Leidenschaft für alles, was junge Menschen betrifft. Ihr Name ist in Magdeburg und darüber hinaus bekannt. Er steht für das Anliegen Don Boscos, alles zu tun, damit das Leben junger Menschen gelingt.

