
Fahrzeugsegnung bei den Don Bosco Kids
Es war ein sehr windiger und trüber Tag, und doch waren die Kinder schon früh und voller Begeisterung da.
Andreas, der als Erster kam, konnte es kaum erwarten, bis die Gruppenstunde begann, und fragte: „Wann ist die Segnung der Fahrzeuge? Kann ich dir bei der Vorbereitung noch etwas helfen?“ Natürlich nahm ich die Hilfe gerne an, und Andreas schnitt die Engelaufkleber aus.
Manche Kinder hatten nicht nur ihr Fahrrad dabei, sondern auch ihre Inlineskates. „So wird der Segen Gottes alle meine Fahrzeuge begleiten“, meinte Laura mit strahlendem Gesicht. Zur Vorbereitung gehörte auch, dass wir das Segenslied probten und die Fürbitten verteilten. Laura und Amalia wollten diese gerne übernehmen.
Nun ging es in den Garten, um unsere kleine „Fahrzeugrallye“ vor der krönenden Segnung zu starten. Zuerst fuhren immer zwei Fahrzeuge nebeneinander. Keiner durfte schneller oder langsamer fahren als der andere. Die Kinder meisterten diese Aufgabe gemeinsam sehr gut.
Bei der zweiten Fahrt war es wichtig, nebeneinander zu fahren und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Es war einfach schön zu sehen, wie achtsam die Kinder mit ihren Fahrzeugen unterwegs waren und wie sehr sie aufeinander achteten. Auch beim Slalomfahren war viel Gespür füreinander zu erkennen.
Nach den erfolgreich bestandenen Fahrübungen kam nun der Höhepunkt des Tages. Die Kinder standen mit ihren Fahrzeugen in Reih und Glied, als Laura, die ihre Inlineskates trug, sagte: „Wartet, ich muss noch mein Fahrrad holen!“
Als sie zurückkam, wurde die kleine Segensandacht eröffnet. Pater Blühml verglich das Fahrradfahren mit Johannes, der auf einem Seil ging. Er fragte die Kinder: „Kann jemand von euch einfach auf dem Fahrrad stehen bleiben?“ Die Kinder waren etwas verlegen und gaben keine Antwort.
Darauf sagte Pater Blühml: „Das Geheimnis bei Johannes auf dem Seil und beim Fahrradfahren ist, das Gleichgewicht zu halten. Das Zweite, aber ebenso Wichtige, ist, nicht stehen zu bleiben und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Außerdem dürfen wir nicht auf den Abgrund schauen – beim Fahrradfahren wären das unsere Füße –, sondern nach vorne auf die Straße. Im Vertrauen darauf, dass Gott uns hält, können wir unseren Weg gut fahren.“
Natürlich gehört es auch dazu, dass man sowohl mit Inlineskates als auch mit dem Fahrrad einmal stürzt. Deshalb ist es wichtig, immer einen Helm zu tragen. Nach einem Sturz ist es wichtig, wieder aufzustehen und nicht aufzugeben. Auf die Frage, ob sie auch schon einmal gestürzt seien, antworteten alle Kinder mit einem deutlichen Ja. Wichtig ist also: nicht aufzugeben!
Beim gemeinsamen Gebet, dass Gottes Engel uns auf unseren Wegen begleiten mögen, beteten alle Kinder aufmerksam mit.
Nach dem Gebet stärkten wir uns mit den guten Plätzchen von Lore.
Möge Gottes Segen die Kinder und uns alle auf unseren Lebenswegen begleiten.
(Sr. Irene Eisenreich)

