
Tag der Erde in der Kita
Heute hat Sr. Rita den ersten beiden Kita-Gruppen unser Schlüssellochbeet, die Totholzhecke und das Gewächshaus erklärt. Die anderen beiden Gruppen sind in zwei Tagen dran. Gemeinsam pflanzen wir Petersilie und Salat, stecken Zwiebeln und Knoblauch, häufeln Kartoffeln an und säen Radieschen, Möhren und Ringelblumen – volles Programm zum Tag der Erde!

Begonnen hat das Projekt schon im vergangenen Sommer. Nach Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück der Salesianer Don Boscos war im hinteren Teil des Gartens eine verwahrloste Fläche mit Brombeeren, wildem Hopfen und jungen Baumsämlingen geblieben.
Sr. Rita hat sie gereinigt und in Absprache mit Kita-Leiterin Sylvia Maskut für ein Schlüssellochbeet vorbereitet: einen Spaten tief ausgehoben, mit Haselnussruten und Weidengeflecht eingefasst, innen mit Hasendraht ausgekleidet und mit Pferdemist, Zweigen, Kompost und Erde gefüllt.

An drei Stellen am inneren Rand wurden Röhren aus Hasendraht eingesetzt – unsere „Schlüssellöcher“. Dort können die Kinder beobachten, wie Bodenlebewesen aus Bioabfällen nach und nach neue Erde entstehen lassen.
Auf dem Beet wachsen inzwischen Erbsen an einem Gerüst aus Korkenzieherhasel-Zweigen. Auch die Weidenzweige stammen vom Rückschnitt vor dem Kita-Eingang. Erdbeeren, Zwiebeln, Kresse und Knoblauch wachsen in Mischkultur und unterstützen sich gegenseitig gegen Schädlinge und Pilze.

Die dicken Weidenruten, die eingekürzt werden mussten, bilden mit Sisalband einen lebenden Zaun rund um die Totholzhecke. Sie bietet Insekten, Vögeln und anderen Kleintieren Schutz und Lebensraum, spendet dem Beet etwas Schatten – und spart Wege zur Grünannahmestelle.

Als vorletztes kamen zwei Foliengewächshäuser dazu. Dort erleben die Kinder, wie Tomaten, Kürbis und Paprika wachsen. Außerdem wurden Petersilie und Salat gepflanzt, Radieschen gesät sowie Zwiebeln und Knoblauch gesteckt.

Salat, Petersilie, Steckzwiebeln, Knoblauch und Radieschen wachsen hier ebenfalls in Mischkultur. Die Kinder wissen: Diese Pflanzen sind „Freunde“ und unterstützen sich gegenseitig.

Vor den Gewächshäusern stehen Blumenkästen mit je einer Löwenzahn-Pflanze. In die vorhandenen Kästen haben die Kinder bienenfreundliche Sommerblumen gesät. Der Löwenzahn ist eine der ersten „Tankstellen“ für Wildbienen und andere Insekten. Deshalb lassen die Kinder jetzt auch Gänseblümchen und Klee stehen – alles wichtige Nahrung für Bienen und Hummeln.
(Text: Sr. Rita Peters; Fotos: Sylvia Maskut und Sr. Rita Peters)

