
Anbetungsnacht im Haus Mornese
Vom 25. auf den 26. März wurde es im Haus Mornese der Don Bosco Schwestern in Salzburg ganz besonders still – und gleichzeitig richtig lebendig: Es fand eine Anbetungsnacht in unserer Kapelle statt.
Die Idee dazu kam ganz spontan von einer Studentin aus unserem Haus. Ihr war aufgefallen, dass sie Besucherinnen und Besuchern immer das ganze Haus gezeigt, alle Mitbewohnerinnen und Schwestern vorgestellt hatte – aber nie die Kapelle. Dabei wohnt dort doch Jesus, der eigentlich der Wichtigste im ganzen Haus ist! Im Gespräch mit einer anderen Studentin entstand der Wunsch, ihm einmal ganz bewusst eine ganze Nacht zu schenken.
Und das Schöne: Alle haben mitgemacht. Im Haus wohnen acht Studentinnen und drei Schwestern, und innerhalb kürzester Zeit waren alle Stunden vergeben. Jede Mitbewohnerin und die Schwestern hatte sich für eine Stunde eingetragen – und so wurde von 21 Uhr abends bis 7 Uhr morgens durchgehend gebetet.
In dieser Nacht wurde Jesus nicht allein gelassen. Es wurde gebetet für den Frieden, für Kranke, für persönliche Sorgen und Hoffnungen und für Menschen, die uns am Herzen liegen. In unserer Kapelle liegt auch ein Buch für Gebetsanliegen auf, in das immer wieder viele Bitten hineingeschrieben werden. Auch diese Anliegen wurden in der Nacht mitgetragen.
Es war schön zu erleben, wie aus einer einfachen Idee etwas so Tiefes entstehen konnte: eine Nacht voller Stille, Gebet, Gemeinschaft und echter Gegenwart - und einem neuen Bewusstsein, dass wir mit Jesus unter einem Dach wohnen!
(Sr. Beatrix Baier)

