
Eine besondere Gruppenstunde mit der Geschichte von den drei Bäumen
An diesem Tag herrschte eisige Kälte mit richtigem „Schneegestöber“! Wir hatten Anneliese zu uns eingeladen, die uns die Geschichte „Der Traum von den drei Bäumen“ erzählte.
Die drei Bäume hatten große Träume für ihre Zukunft: Der erste wollte eine besondere Schatztruhe werden, gefüllt mit Gold und Silber. Der zweite träumte davon, ein prachtvolles Schiff zu sein, das mächtige Könige trägt. Der dritte wollte ein großer, hoher Baum bleiben, damit die Menschen zu ihm aufblicken und dabei an Gott denken.
Die Kinder hörten aufmerksam zu, und man konnte die Begeisterung in ihren Gesichtern deutlich erkennen. Doch die Träume der drei Bäume erfüllten sich zunächst ganz anders als erwartet.
Beim ersten Baum erkannte der Holzfäller, dass sich sein Holz gut für eine Futterkrippe eignen würde. Beim zweiten war schnell klar, dass daraus nur ein kleines Fischerboot gebaut werden konnte. Der dritte Baum wurde gefällt und seine Balken wurden gelagert. Während der Erzählung legte Anneliese immer wieder passende Bilder in unsere Mitte und ließ die Geschichte so lebendig werden.
Die Träume der Bäume wurden Wirklichkeit
Dann kam die große Überraschung: Eine junge Frau, die keine Wiege für ihr Kind hatte, nutzte die Futterkrippe als Schlafplatz für ihr Baby. Als Anneliese die Kinder fragte: „Wer lag in dieser Krippe?“, war von vielen ganz laut zu hören: „Jesus – und die junge Frau heißt Maria!“
Auch der zweite Baum bekam schließlich eine ganz besondere Bedeutung: Mit dem kleinen Fischerboot waren Freunde unterwegs, als ein heftiger Sturm aufkam. Doch ein Mann stand im Boot und sprach nur ein einziges Wort: „Schweig!“ Sofort legte sich der Sturm. Da erkannte das Boot, dass dieser Mann der mächtigste König der Welt ist. Natürlich war auch hier Jesus mit seinen Freunden unterwegs.
Aus dem dritten Baum entstand schließlich das Kreuz, an das Jesus genagelt wurde. Viele Menschen blicken bis heute zum Kreuz empor und denken an die große Liebe Jesu zu uns Menschen.
Mit zwei goldenen Ketten und schönen Blumen schmückten die Kinder unsere Mitte. Gemeinsam stellten wir fest, dass auch unser eigener Körper die Form eines Kreuzes bilden kann. Bei unserem Kreuz wurde ein Licht entzündet, und jedes Kind durfte von Anneliese einen Edelstein empfangen – mit den schönen Worten, dass jedes Kind selbst so wertvoll ist wie ein Edelstein.
Nach dieser tiefen Erfahrung der Wertschätzung war es Zeit für eine kleine Pause mit einem Snack. In der Keksdose warteten diesmal Osterhasenplätzchen, und alle freuten sich über die „guten Hasen“!
Der Osterhase war da!
In der Zwischenzeit hörten die Kinder plötzlich ein Geräusch und waren überzeugt: Der Osterhase war da! Sofort wurde im Garten überall gesucht, und schließlich wurden wir sogar im Haus fündig. Für jedes Kind – und auch für Anneliese – gab es ein kleines Osternest zu entdecken.
Beim fröhlichen Spiel mit der „Hasenmutter“, die ihre Kinder rief, fand unsere Gruppenstunde schließlich einen schönen Ausklang.
Es war eine ganz besondere Gruppenstunde, an die wir gerne zurückdenken.
Danke, liebe Anneliese, für diese tiefsinnige Geschichte, die uns zeigt, dass wir im Leben große Träume haben dürfen – auch wenn sie sich manchmal ganz anders in der tiefen Verbundenheit mit Jesus erfüllen.
(Sr. Irene Eisenreich)

