
Füllt die Krüge mit Wasser
Ein Tag voller Begegnung, Glauben und gelebter Gemeinschaft
Am Sonntag, dem 15. März 2026 versammelten sich die Salesianischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Don Boscos sowie Freunde Don Boscos bei den Don Bosco Schwestern zu ihrem Regionaltreffen, einem Tag, der weit über ein gewöhnliches Zusammenkommen hinausging. Unter dem Leitwort „Füllt die Krüge mit Wasser“ wurde spürbar, dass hier nicht nur ein biblisches Wort im Raum stand, sondern eine Einladung: zum Vertrauen, zum Handeln und zur gemeinsamen Hoffnung.
Im Zentrum stand die bekannte Erzählung von der Hochzeit zu Kana (Joh 2, 1–11), das erste Wunder Jesu. Eine scheinbar ausweglose Situation, der Wein ist ausgegangen, wird durch das Vertrauen Marias und den Gehorsam der Diener verwandelt. „Füllt die Krüge mit Wasser“, sagt Jesus. Und was zunächst unscheinbar wirkt, wird zum Überfluss: Wasser wird zu Wein, Mangel wird zur Fülle, Sorge zur Freude.
Diese Botschaft durchzog den gesamten Tag. In Impulsen, Gesprächen, Austausch und in der Heiligen Messe mit P. Josef Zauner SDB und Thomas Fankhauser SMDB wurde deutlich: Auch heute sind Menschen eingeladen, ihre „Krüge“ zu füllen, und zwar mit dem, was sie haben, mit ihrem Engagement, ihrer Zeit, ihrer Liebe. Nicht Perfektion ist gefragt, sondern Bereitschaft. Gott selbst wirkt die Verwandlung.
Gerade im Geist Don Boscos wurde diese Haltung lebendig. Sein Charisma, die liebevolle Zuwendung zu jungen Menschen, das Vertrauen in das Gute im Menschen und die tiefe Freude am Glauben war an diesem Tag spürbar gegenwärtig. Die Salesianischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leben diesen Geist in ihrem Alltag weiter: oft unscheinbar, oft im Verborgenen, aber immer getragen von der Überzeugung, dass auch kleine Gesten Großes bewirken können.
Besonders eindrucksvoll war die Atmosphäre der Gemeinschaft. Es war ein Miteinander, das nicht oberflächlich blieb, sondern in die Tiefe ging. Gespräche, gemeinsames Gebet und das Teilen von Erfahrungen schufen eine echte Weggemeinschaft. Man spürte: Hier sind Menschen unterwegs, die ein gemeinsames Ziel verbindet, den Glauben konkret werden zu lassen und Hoffnung zu schenken.
So wurde das Motto des Tages zu einer gelebten Erfahrung: Die Krüge wurden gefüllt mit Begegnung, mit Glauben, mit Vertrauen. Und vielleicht durfte der eine oder die andere am Ende spüren, dass sich auch im eigenen Leben etwas verwandelt hat: ein neuer Blick, neue Zuversicht, neue Freude.
Dieser Tag war mehr als bloß ein Treffen. Er war ein Zeichen dafür, dass Gott auch heute noch handelt, mitten unter uns, wenn wir bereit sind, ihm das zu geben, was wir haben.
Es war ein Tag, der gezeigt hat: Die Verwandlung beginnt nicht irgendwo, sondern sie beginnt genau dort, wo wir stehen.
(MMag. Thomas Fankhauser SMDB)

