Zum Frieden erziehen

Apell der Don Bosco Schwestern zum Gedenktag ihres Ordensgründers

Am 31. Jänner gedenken die Don Bosco Schwestern ihres Ordensgründers Johannes Bosco und feiern den Priester und Jugendseelsorger aus Turin in ihren Niederlassungen. In diesem Jahr sendet der Frauenorden einen eindringlichen Appell zur verstärkten Friedenserziehung, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen.

Ein bedeutender Aspekt ist die große und stets wachsende Anzahl von Mitschwestern, die in Kriegs- und Krisengebieten wie der Ukraine, dem Grenzland Israel/Palästina, Syrien, Myanmar, Sudan, Haiti oder Ecuador leben und arbeiten. Trotz existenzbedrohender bewaffneter Konflikte verharren sie an der Seite der Menschen und leisten nachhaltige Unterstützung.

Erfahrungen ihrer Mitschwestern in diesen Ländern verdeutlichen für Provinzleiterin Sr. Petra Egeling eine bedenkliche Entwicklung: „Es ist befremdlich, wenn bereits Kindergarten- oder Volksschulkinder sich gezwungen fühlen, für eine Kriegspartei Stellung zu beziehen oder sich gegen Mitmenschen aussprechen, weil sie eine andere Herkunft oder Religion haben“, erklärt sie.

Polarisierung der Gesellschaft ist Anlass zur Sorge

Gleichzeitig beunruhigt die Schwestern die zunehmende Polarisierung auch in unserer Gesellschaft. „Don Bosco wollte die jungen Menschen zu verantwortungsbewussten Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern erziehen. Das scheint mir heute aktueller denn je. Wir brauchen Menschen, die den Mut haben, die Stimme zu erheben und sich konkret einzusetzen für soziale Gerechtigkeit.“

In ihrer täglichen Arbeit mit jungen Menschen ist für die Don Bosco Schwestern die Erziehung zum Frieden ein wichtiger Aspekt. Diese umfasst interreligiöses Lernen, Konfliktfähigkeit sowie das Erkennen von struktureller Gewalt und sozialer Ungerechtigkeit. Pastorale Angebote geben jungen Menschen den nötigen Raum, sich intensiv mit Methoden für ein friedvolles Zusammenleben auseinanderzusetzen.

Frieden ist nicht selbstverständlich

Im Geiste ihres Ordensgründers Don Bosco sehen die Schwestern es als ihre Aufgabe an, den guten Kern im Menschen zu erkennen und diesen zu fördern. „Wir tragen alle eine tiefe Verantwortung gegenüber der kommenden Generation. Frieden ist nicht selbstverständlich. Er muss jeden Tag neu belebt und gelebt werden“, so Sr. Petra Egeling. „In einer Zeit, in der die Welt mit zunehmender Gewalt konfrontiert ist, gewinnt die Erziehung zum Frieden und zu echter Konfliktfähigkeit an entscheidender Bedeutung, sowohl national als auch international.“

Mit dem Don Bosco-Gedenktag rufen die Schwestern dazu auf, gemeinsam an einer Gesellschaft zu arbeiten, in der Vielfalt als Stärke betrachtet wird, die es mutig zu fördern gilt.

 

 

(Medienreferat)

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