Mariam: Über die Grenzen 2-2019

Unterwegs: Don Bosco Schwester Lydia Kaps mit der Reisegruppe aus dem Bistum Magdeburg beim Weltjugendtag in Panama.

Weltjugendtag: Mehr als Singen und Beten!

In ihrer Funktion als Geistliche Leiterin im Bund der Deutschen Katholischen Jugend reiste Don Bosco Schwester Lydia Kaps mit jungen Menschen aus dem Bistum Magdeburg zum Weltjugendtag nach Panama.


Text: Sr. Birgit Baier, Fotos: Don Bosco Schwestern, FMA Flickr

Es ist Mitte Januar und in Mitteleuropa zieht gerade eine Kältewelle mit viel Schnee durch. 23 junge Leute starten aus dem Bistum Magdeburg in die Karibik, nach Mittelamerika. Costa Rica und Panama sind ihre Ziele. Die erste Woche, wie das bei Weltjugendtagen mittlerweile so üblich ist, wird in einem „Nachbar“-Bistum des ausrichtenden Bistums verbracht. Im Fall der Magdeburger liegt das Nachbarbistum auch gleich im Nachbarstaat, nämlich in Costa Rica. Bei den Don Bosco Schwestern in San José, der Hauptstadt von Costa Rica, sind sie im ehemaligen Noviziatsgebäude untergebracht.

Nach dem Akklimatisieren und Exkursionen in die wunderbare Pflanzen- und Tierwelt steht auch ein Besuch am Grab der seligen Maria Romero auf dem Programm. Die Don Bosco Schwester Maria Romero ist eine der Patroninnen des Weltjugendtags, wie auch Johannes Bosco. Maria Romero setzte sich Mitte des vergangenen Jahrhunderts für benachteiligte, arme Menschen ein und errichtete ein großes Sozialwerk, das auch heute noch von großer Bedeutung ist.

Gastland Panama kennenlernen
Nach einer 15-stündigen Busfahrt erreichen die Teilnehmer/innen dann das Ziel – Panama-Stadt. Gastfamilien beherbergen die Gäste aus Deutschland. „Ein Land der Gegensätze. Wenn man die Skyline der Stadt betrachtet, meint man, man ist in einem reichen Land. Doch wir haben auch das andere Panama gesehen“, berichtet Schwester Lydia Kaps.

Panama mit seinem großen Kanal, der den Atlantik mit dem Pazifik verbindet, lebt quasi von den Einnahmen für die Durchfahrt desselben. Doch bei der einfachen Bevölkerung kommt davon wenig an. In sogenannten „Youth-Hearings“ erfahren die Weltjugendtagsgäste viel über die indigene Bevölkerung. In einem Sozialprojekt für Drogen- und Alkoholabhängige und arme Menschen dürfen die jungen Leute dann auch selbst Hand anlegen und bei der Essensausgabe mithelfen.

Für Sr. Lydia ergibt sich auch ein Treffen mit der Salesianischen Jugendbewegung. Don Ángel Fernández Artime, General- oberer der Salesianer, sowie Madre Yvonne Reungoat, Generaloberin der Don Bosco Schwestern, haben es sich nicht nehmen lassen, mit den jungen Menschen, die aus den weltweiten Don Bosco Einrichtungen gekommen sind, zu beten und zu feiern.

Der Höhepunkt eines jeden Weltjugendtags ist die Vigil, also die Gebetszeit am Vorabend des Schlusstags. Mit einem festlichen Gottesdienst, dem Papst Franziskus vorsteht, endet der Weltjugendtag. Spätestens hier kommt dann das typische „Weltjugendtags-Feeling“ auf. In dieser großen Menge von fast einer halben Million junger Menschen aus 155 Ländern, die rhythmische Lieder, meist in mehreren Sprachen, singen, die aber auch andächtig beten, wird etwas von der weltumspannenden Gemeinschaft deutlich, die die katholische Kirche ausmacht.

„Daheim werden wir viel erzählen können. Es ist wichtig, dass viele erfahren, dass es möglich ist, seinen Glauben so froh auszudrücken. Ich hoffe, dass wir alle inspiriert und von einem erfrischenden Glaubenszeugnis angesteckt sind, um uns in der Kirche weiterhin zu engagieren“, resümiert Sr. Lydia.

Mit einem festlichen Gottesdienst, dem Papst Franziskus vorsteht, endet der Weltjugendtag.
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