Sommerferienlager im Kaukasus - Georgien

Schwester Renate Schobesberger FMA, die VIDES-Verantwortliche in Österreich berichtet

Eine Erfahrung besonderer Art konnten im Juli sechs österreichische und vier belgische Freiwillige im Alter von 18 – 25 Jahren machen, die in Georgien drei Wochen lang zwei verschiedene Ferienprogramme für Kinder auf die Beine stellten. Seit 2007 engagiert sich VIDES Austria in Georgien.

Die Gruppe verbrachte die ersten acht Tage im Bergdorf Turc´ch bei den Don Bosco Schwestern. Dort gestaltete die Gruppe ein Ferienprogramm für ca. 50 – 70 Kinder, die schon das ganze Jahr über sehnsüchtig auf das sogenannte Ferienoratorium warten.

„Unsere Freiwilligen sind mittlerweile ein fester Bestandteil des sommerlichen Dorflebens geworden. In den Tagen, wo wir vor Ort sind, spielt sich das gesamte Leben bei den Schwestern ab“, so Sr. Renate.

Den zweiten Teil der Tage verbrachte die Gruppe in Khizabavra, in der Nähe der Grenze zu Aserbaidschan. Dort wurde in Zusammenarbeit mit der Caritas Georgien und gemeinsam mit georgischen und polnischen Freiwilligen ein Sommercamp für Kinder und Jugendliche von 10 – 16 Jahren durchgeführt – Kinder aus ärmsten Familienverhältnissen.

Auf die Frage, ob es für sie und die Freiwilligen besonders nachhaltige Erfahrungen gegeben hat, antwortet Sr. Renate: „Wir waren beeindruckt von den wirklich einfachen Verhältnissen, in denen die Menschen leben. Und noch mehr, wie zufrieden sie trotzdem sind. In Khizabavra waren wir bei einer Familie untergebracht – die ganze Gruppe in einem Raum. Es gab kein fließendes Wasser und für einige von uns war es die erste Begegnung mit einem „Plumpsklo“. Das war schon für den einen oder anderen eine kleine Herausforderung.“

Die Verständigung war im wahrsten Sinne des Wortes „europäisch“. Innerhalb der Gruppe wurde englisch gesprochen und mit den Schwestern italienisch. „Um sich mit den Kindern und Jugendlichen zu verständigen haben wir uns einige armenische und georgische Worte angeeignet. Aber auch da hat sich mal wieder gezeigt, dass es eine Sprache des Herzens gibt. Außerdem reicht es bei den Kindern sehr oft, die Dinge mit Händen und Füßen zu zeigen. Sie verstehen meistens sehr schnell, worum es geht.“

Für den großen Teil der österreichischen Freiwilligen, die an dieser Erfahrung teilgenommen haben, war der Einsatz Teil der Vorbereitung auf ein Langzeitvolontariat, das in diesem Herbst beginnt. Für einige war es auch die unabhängige Teilnahme an einem konkreten VIDES-Projekt.

„Hoffentlich macht ihr das im kommenden Jahr wieder! Das war die einhellige Meinung am Ende der erlebnisreichen Zeit“, sagte Sr. Renate. „Und auch ich freu mich schon auf das nächste Abenteuer Georgien!“

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Gruppenfoto mit VoluntärInnen

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