Noch eine Don Bosco Schwester im Beratergremium des Papstes

Schwester Maria Ko Ha Fong in den Päpstl. Rat für die Einheit der Christen berufen

Vatikanstadt – Schwester Maria Ko Ha Fong FMA, ist die einzige Frau unter den zehn neuen Beratern des Päpstlichen Rats für die Einheit der Christen. Papst Franziskus hat am 22. Juli die Besetzung dieses Gremius bekannt gegeben.  

Die Anfänge des Päpstl. Rats zur Förderung der Einheit der Christen hängen eng mit dem 2. Vatikanischen Konzil zusammen. Es war der Wunsch Papst Johannes XXIII., dass die Katholische Kirche sich in die ökumenische Bewegung hinein begibt, weil es eines der Grundanliegen des Konzils war. Der Päpstl. Rat fördert innerhalb der Katholischen Kirche einen wahrhaftigen ökumenischen Dialog und die Zusammenarbeit mit den anderen christlichen Kirchen und Konfessionen in aller Welt.

Schwester Maria Ko Ha Fong wurde in Macao geboren und ist in Hongkong in einer Familie mit einer langen buddhistischen Tradition aufgewachsen. Ihr Vater besuchte eine Schule der Salesianer Don Boscos und so konvertierte er mit seiner Familie zum Katholizismus. Schwester Maria besuchte eine Schule der Don Bosco Schwestern in Hongkong, trat bei den Schwestern ein und legte 1970 ihre Erste Profess ab. Sie studierte zuerst in Turin Erziehungswissenschaften, später wurde ihr in Münster (Deutschland) der Doktortitel in Biblischer Theologie verliehen. Sie war Mitglied der historisch-theologischen Kommission, die das große Jubiläumsjahr 2000 vorbereitet hat und sie arbeitete in der Kongregation für das Gott geweihte Leben mit. Seit 1978 lehrt sie Bibelkunde, Exegese und Pastoraltheologie an der Päpstl. Fakultät für Erziehungswissenschaften „Auxilium“ (Rom), am „Heilig-Geist-Seminar“ in Hongkong und im Studentat der Salesianer Don Boscos in Jerusalem. Sie hält Kurse in Pastoraltheologie an verschiedenen Ausbildungszentren in Asien, Lateinamerika und Afrika. Sie veröffentlichte verschiedene Werke auf dem Gebiet der Hermeneutik, der Pastoraltheologie und in biblischer Spiritualität.

Als einzige Frau in diesem Gremium und noch dazu aus Asien stammend, dem Kontinent, der zwei Drittel der Menschheit Heimat gibt, und wo das Christentum nur eine verschwindende Minderheit darstellt, wird Schwester Maria ihren reichen Erfahrungs- und Lebensschatz mit einbringen. Aufgewachsen in China, der Wiege der alten östlichen Weisheit, wird sie sicherlich bestimmte Beiträge geben. In einem Interview sagte sie einmal: „Wir Chinesen sind es gewohnt, uns als Erben einer reichen Tradition und Weisheit zu verstehen und wir lassen uns vom Erfahrungsschatz unserer Vorfahren leiten, um in den klassischen Schriften die Kriterien zu finden, die uns als Wegweiser für unser Verhalten dienen. So fällt es uns nicht schwer, die Bibel als Heilsgeschichte zu verstehen, in die wir selbst mit hinein genommen sind.“

Erst vor wenigen Tagen wurde Schwester Marcella Farina als Beraterin in die Kongregation des Gott geweihten Lebens berufen.
Das Institut der Töchter Mariä Hilfe der Christen – Don Bosco Schwestern – freut sich mit den beiden Schwestern und wünscht ihnen Gottes Segen für ihre neue beratende Tätigkeit.

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