Kennenlernwochenende in Gernrode

Die Firmlinge aus Magdeburg reisten in den Harz. Ein Bericht von Schwestern Bernadeth Geiger.

Das Kennenlernwochenende der Firmlinge vom 22. bis 24. Februar führte uns nach Gernrode in den Harz. Untergebracht waren wir im Tagungs- und Begegnungshaus der evangelischen Landeskirche „St. Cyriakus“.

Freitag um 16 Uhr war Abfahrt in Magdeburg und wir erreichten nach einer guten Stunde Fahrzeit das kleine Städtchen Gernrode. Nach einem ausgiebigen Abendessen traf sich die Gruppe zum inhaltlichen Arbeiten. In einer ersten Runde stellte jeder Firmling sein mitgebrachtes Glaubenssymbol vor und erzählte, wie er Glaube damit verbindet. Es enstand eine schön gestaltete Mitte mit den unterschiedlichsten Symbolen wie Kreuz, Ikone, Rosenkranz und Bibel.

Glaubenswege aufspüren 
Mit einem Morgengebet starteten wir in den nächsten Tag, der unter dem Motto „Glaubenswege“ stand. Die Jugendlichen machten sich auf Spurensuche nach Gottesbegegnungen in ihrem Alltag.
Am Nachmittag nützten wir das herrliche Wetter für einen ausgiebigen Ausflug zur Teufelsmauer nach Thale. Der Sage nach entstand diese Mauer, von der heute nur mehr Reste zu sehen sind, durch eine Vereinbarung zwischen Gott und dem Teufel. Jenes Land, welches der Teufel innerhalb einer bestimmten Zeit mit einer Mauer umbauen kann, sollte ihm gehören. Da der Teufel nicht innerhalb dieser Zeit die Mauer fertigstellen konnte, zertrümmerte er aus Wut das Erbaute. Deshalb sieht man heute nur mehr das, was von der Mauer übriggeblieben ist.

Beschäftigung mit dem Glauben
Abends trafen wir uns wieder zu einer thematische Einheit zum Thema Gebet und Glaubenszeugnis. Der Leserbrief einer jungen Atheistin regte die Jugendlichen zum Nachdenken an. Einige dieser Aussagen lauteten:
"Außerdem sprechen die katholischen Jugendlichen oft abfällig über die Kirche – das lockt mich dann nicht, die Kirche kennenzulernen"…"Echt anders leben können die katholischen Jugendlichen doch nur, wenn sie wirklich nach dem leben, was Gott und die Kirche sagen. Das würde uns Atheisten aufhorchen lassen, da wäre neue Hoffnung da!“ … „Politisch schreien sie genauso nach Anarchie oder rechts oder links: Wo ist da ihr spezifisch christlicher Beitrag zur Einheit, dass alle Spaltung endlich aufhört?“ 

Mit einem selbstgestalteten Taize-Gebet beendeten wir den erlebnisreichen Tag.

Sightseeing in Gernrode
Am Sonntag machten wir noch einen Spaziergang durch das kleine Städtchen Gernrode. Dort befindet sich mitten im Ort das größte Wetterhaus der Welt mit der größten Kuckucksuhr außerhalb des Schwarzwaldes. Auch die protestantische Pfarrkirche mit dem hl. Cyriakus als Schutzpatron ist sehr geschichtsträchtig. In ihr befindet sich eine Nachbildung des Heiligen Grabes von Jerusalem.

Bis zur Firmung durch Bischof Feige am Pfingstsonntag wird es für die Firmlingen noch einige Höhepunkte und gemeinsame Fahrten geben.

(Schwester Bernadeth Geiger)

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