Impuls am Sonntag

von Sr. Ulrike Weiss FMA zu Lk 19,28-40: Der Einzug in Jerusalem

Die Erzählung vom Einzug Jesu in Jerusalem hat für mich immer wieder aufs Neue etwas Faszinierendes, Geheimnisvolles… 

Das Ereignis wird von allen vier Evangelisten fast identisch berichtet und im Licht von Sacharja 9,9 gedeutet: Der Messias wird als Vertreter der armen Leute eine friedliche, sozial gerechte Herrschaft aufrichten. Die Zeit dafür scheint nun angebrochen zu sein.
Wie in einer theatralischen Inszenierung schlüpft Jesus in die Rolle eines Königs. Die Jünger lassen sich intuitiv in Feststimmung versetzen und beginnen „freudig und mit lauter Stimme Gott zu loben“ (Lk 19,37).

Es ist ein Fest der Armen. Sie sind es, die im Innersten begreifen, wer dieser Jesus ist. „Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien“ (Lk 19,40) und die Wahrheit bezeugen. Manche sehen in Jesus (in der Wahrheit?) eine Gefahr.

Jesus, der im Namen des Herrn kommt, lässt sich als Friedenskönig feiern. Und das unmittelbar vor der Zuspitzung des Konflikts, der die Entscheidung für oder gegen Gott, den Jesus Christus lebt, herausfordert.
Jesus geht den Weg der Wahrheit. Er selbst ist Wahrheit. Das hat Konsequenzen. Kompromisslos geht er den Weg, bis in den Tod – und durch den Tod zum Leben. Er geht als Sieger hervor. Als wahrer König. Gelobt sei Gott!

(Sr. Ulrike Weiss FMA, Salzburg)

 

Impuls zum Sonntagsevangelium zu Lk 19,28-40

Der Einzug in Jerusalem
Nach dieser Rede zog Jesus voran und ging nach Jerusalem hinauf. Und es geschah: Er kam in die Nähe von Betfage und Betanien, an den Berg, der Ölberg heißt, da schickte er zwei seiner Jünger aus und sagte: Geht in das Dorf, das vor uns liegt! Wenn ihr hineinkommt, werdet ihr dort ein Fohlen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet es los und bringt es her! Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los?, dann antwortet: Der Herr braucht es. Die Ausgesandten machten sich auf den Weg und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte. Als sie das Fohlen losbanden, sagten die Leute, denen es gehörte: Warum bindet ihr das Fohlen los? Sie antworteten: Weil der Herr es braucht. Dann führten sie es zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Fohlen und halfen Jesus hinauf. Während er dahinritt, breiteten die Jünger ihre Kleider auf dem Weg aus. Als er sich schon dem Abhang des Ölbergs näherte, begann die Schar der Jünger freudig und mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Machttaten, die sie gesehen hatten. Sie riefen: Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Ehre in der Höhe! Da riefen ihm einige Pharisäer aus der Menge zu: Meister, weise deine Jünger zurecht! Er erwiderte: Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien.

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