100 Jahre und ein Traum

Online-Veranstaltung zum Jubiläum der Don Bosco Schwestern
Die ersten Don Bosco Schwestern in Essen 1922

Am Vormittag des 22. Oktober 2022 versammelten sich 26 Teilnehmer:innen online via Zoom, um gemeinsam mit den Don Bosco Schwestern das 100-Jahr-Jubiläum zu feiern und mehr über ihr Wirken im deutschsprachigen Raum zu erfahren.
Nach einer kurzen Kennenlernrunde, bei der wir die Möglichkeit hatten, miteinander über unseren Bezug zu den Don Bosco Schwestern ins Gespräch zu kommen, erklärte uns Provinzleiterin Sr. Petra Egeling das Jubiläumslogo:

Die Eins steht für die Ursprünge in Mornese und den von dort ausgehenden Traum Maria Mazzarellos, die erste Null für die erste Niederlassung der Don Bosco Schwestern in Essen-Borbeck – erkenntlich an der „Zeche Zollverein“, dem „Eiffelturm des Ruhrgebietes“ – und die zweite Null für die heutige Präsenz der Don Bosco Schwestern an zehn Standorten.

Anschließend beschäftigten wir uns mit dem Thema „Traum“: Sr. Petra brachte uns mit den Träumen in biblischen Kontexten (Traum des Josef von der Himmelsleiter, Traum der hl. drei Könige) sowie den Träumen Don Boscos und Maria Mazzarellos in Berührung. Danach durften wir in kleinen Gesprächsgruppen auch selber träumen – von bezahlbarem Wohnraum für junge Menschen, von Frieden im Großen und Kleinen, von weniger Konflikten und mehr Toleranz, von mehr Chancen für benachteiligte Kinder, die in schwierigen Verhältnissen aufwachsen, von Glaubenswegen, auf denen niemand zurückgelassen wird, und von mehr Don Bosco Schwestern, die den Traum Don Boscos weiterleben.

100-jährige Geschichte 
Nach einer kurzen Pause nahm uns Sr. Maria Maul mit auf eine Reise durch die 100-jährige Geschichte der Don Bosco Schwestern im deutschsprachigen Raum. Gemeinsam konnten wir die digitale Ausstellung (www.100jahre.net) entdecken und dabei manch interessante Details erfahren. Ein Rundgang durch die digitale Ausstellung, die noch bis Ende November online besucht werden kann, ist für alle Interessierten sehr empfehlenswert!
Dass Don Bosco Schwestern nicht nur in der Vergangenheit tätig waren, sondern nach wie vor mit jungen Menschen unterwegs sind, wurde durch die Präsentation der verschiedenen Jubiläumsveranstaltungen in den unterschiedlichen Einrichtungen in Deutschland und Österreich ersichtlich. Auch heute setzen sich die Schwestern weltweit auf vielfältige Weise für junge Menschen und deren Rechte ein, was durch die Veranstaltungsreihe „Don Bosco online talk“ zum Thema der Kinderrechte – eine Kooperation mit dem Jugendpastoralinstitut – deutlich wurde.

Den eigenen Traum verwirklichen
Besonders berührend war der Moment, in dem unterschiedliche Personen berichteten, wie ihnen die Zeit bei den Don Bosco Schwestern half, ihre eigenen Träume zu verwirklichen. Marie-Luise, eine VIDES-Mitarbeiterin, erzählte uns über ihren Traum, die Welt zu bereisen, und wie dieser Traum bei ihrem Freiwilligeneinsatz bei den Don Bosco Schwestern auf den Philippinen Wirklichkeit wurde. Durch die Erfahrungen mit den Kindern auf der Insel Palawan lernte sie, in ihrem weiteren Leben dazu beizutragen, dass das Leben junger Menschen gelingt.
Durch Sr. Ulrike und Andrea erfuhren wir, wie sich Träume auf ganze andere Weise als ursprünglich geplant verwirklichen können. Aus dem Hochzeitstraum von Sr. Ulrike wurde der Traum vom Leben als Don Bosco Schwester, in dem sie ganz Jesus gehören und in Gemeinschaft mit vielen anderen Schwestern den Traum Don Boscos und Maria Mazzarellos weiterleben kann.

Vom Traum Tierärztin zum Traumjob...
Andrea lernte die Don Bosco Schwestern kennen, als sie als Studentin ins Münchener Wohnheim Ermelinda kam. Ursprünglich wollte sie Tierärztin werden und auf diese Art und Weise Menschen glücklich machen – doch glücklich wurde sie dabei nicht. In nächtelangen Gesprächen mit der Schwester, die sie begleitete, entdeckte sie, wie sie ihren ursprünglichen Traum verwirklichen konnte – indem sie die Studienrichtung änderte und Theologin wurde. Seit 2015 arbeitet sie als Leiterin des Studienheimes Maria Dominika in der Münchener Schellingstraße. Bei den Don Bosco Schwestern hat sie ihren „Traumjob“ gefunden. Jeden Tag geht sie mit Freude zur Arbeit und trägt so dazu bei, dass das Leben junger Frauen gelingt. Die Mutter einer Studentin sagte ihr: „Ich habe meine Tochter noch nie so glücklich erlebt wie bei euch im Studienheim.“

...bis zur Entdeckung des musikalischen Talents
Sr. Sylvia wiederum wusste schon immer, dass sie in einer lebendigen Beziehung mit Gott leben und mit Kindern und Jugendlichen im Sinne Don Boscos arbeiten wollte – und das nicht alleine, sondern in Gemeinschaft mit anderen. Dieser Traum erfüllte sich für sie in einer Weise, die das, was sie ursprünglich erhofft hatte, weit übertraf. Bei den Don Schwestern konnte Sr. Sylvia ihr musikalisches Talent entdecken, das sie dazu inspirierte, das Jubiläumslied zu schreiben. Sr. Sylvia schloss mit der Überzeugung, dass die Träume von Menschen, die ihre Berufung finden, wahr werden.

Das ist auch der Wunsch der Don Bosco Schwestern heute – junge Menschen zu begleiten und zu unterstützen, damit sich ihre Träume verwirklichen.
Sehr schön zeigte dies das abschließende Lied, das bei der internationalen Tagung Ende September in Rom zum 150-Jahr-Jubiläum der Don Bosco Schwestern weltweit erklang: Piedi a terra e Cuore in cielo: „Mit den Füßen auf der Erde und mit dem Herzen im Himmel, mit dieser Freude, die nie vergeht, lasst uns an diesem Traum bauen, in dem wir alle eine Familie sind!“
https://www.convegnofma150.org

(Dr. Lana Ivanjek)

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