Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben

Auch in Rottenbuch feierten die Don Bosco Schwestern 100 Jahre Provinz

November ist ̓s. Im Jahr 2022. Der Countdown läuft. Das Jubiläumsjahr der Don Bosco Schwestern steuert auf seinen absoluten Kulminationspunkt zu: Am 20.11.2022 feiern die Schwestern in Rottenbuch! Genau hundert Jahre ist es her: Am 20.11.1922 packen in Italien Madre Alba de Ambrosis, Sr. Antonietta Cappo, Sr. Pasqualina Macconi, Sr. Regina Ostern, Sr. Maria Schwind und Sr. Philippina Straßner den letzten Rest ihrer Habseligkeiten zusammen.

Zwei Tage später, am 22.11.1922, sind sie bereits in Essen. Karg ist ihr Gepäck, und karg ist auch ihre neue Behausung. Etwas allerdings haben sie in Hülle und Fülle: nämlich bedingungsloses Vertrauen auf Gottes Führung. Und mit diesem Gottvertrauen und ihrer Hände Arbeit legen sie den Grund für die deutschsprachige Provinz, zu der das Haus in Rottenbuch gehört. Zehn Häuser sind es 100 Jahre später insgesamt in Deutschland und in Österreich.

Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Grund zum Feiern und Grund dazu, Gott von ganzem Herzen Dank zu sagen. Und dies tun die Schwestern des Hauses voll Freude und mit kräftiger Unterstützung von lieben Gästen, die dem Haus verbunden sind: Allen voran Abt Barnabas Bögle OSB aus Ettal, der den Schwestern seit seiner Kindergartenzeit die Treue hält und der Eucharistiefeier vorsteht, dann Pfarrer Gerhard Schmid, Ruhestandsseelsorger aus Peißenberg, Schwester Anna Feichtner, die die Provinzleitung repräsentiert, Frau Petra Reisner als Vertreterin der Vereinigung der Ehemaligen der Don Bosco Schwestern, sowie Schwestern der befreundeten indischen Kongregation „Töchter Mariens“ und Don Bosco Schwestern aus der Umgebung.

Der Festtag fällt auf den Christkönigssonntag. Welch gute Fügung – Christus ließ sich einst keine kostbare Krone als Statussymbol aufsetzen, sondern die schmerzhafte Dornenkrone – um die Menschheit aus Sünde und Tod zu retten. Die kargen Anfänge der ersten Schwestern in Essen liegen ganz auf der Linie dieser Christusnachfolge.

Vielen Kindern können sie gleich in den mühseligen Jahren nach dem Ersten Weltkrieg Starthilfe für die Fahrt ins Leben geben. Wobei die Armut der Schwestern kein Selbstzweck ist, sondern Grundlage dafür, fest mit Gott verbunden zu sein und ALLES von Ihm zu erwarten.

Im Evangelium des Gottesdienstes spricht Gott genau dies der Festgemeinde zu: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.“ (Joh 15,5). Mit diesem Vertrauen, das die Schwestern vor 100 Jahren reichlich im Gepäck hatten, dürfen Schwestern und Gäste in den Alltag zurückkehren. Auf ins nächste Jahrhundert!

(Sr. Susanne Stachl)

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