Studie: How are the girls

Auswirkungen der Coronapandemie auf Mädchen in Ländern des Globalen Südens
Die Don Bosco Schwestern, die Schwestern vom Guten Hirten, die Comboni-Missionsschwestern und die Missionsschwestern Unserer Lieben Frau beteiligten sich an der Studie.

Am 7. Dezember 2022 wurde in Rom, am Sitz der Internationalen Union der Generaloberinnen (UISG), eine Studie vorgestellt, die die Situation der Mädchen nach der Coronapandemie in den Ländern des Südens untersucht hat.

An der Studie beteiligten sich vier Ordenskongregationen, darunter auch die Don Bosco Schwestern. Die Frauenorden arbeiten an vordester Front in den Entwicklungsländern an der Umsetzung der Menschenrechte, insbesondere der Rechte von Mädchen und Frauen.

Viele Mädchen haben die Schule abgebrochen

Seit Beginn der Covid-19-Pandemie im März 2020 haben schätzungsweise mehr als 111 Millionen Schülerinnen und Schüler in den Entwicklungsländern die Schule abgebrochen. Grund dafür waren Schließungen und Einschränkungen infolge der Corona-Maßnahmen. Am meisten betroffen waren Mädchen. Viele von ihnen sind nie wieder an die Schule zurückgekehrt, so dass sie der Gefahr einer frühen Verheiratung und anderen Formen von Gewalt und Ausbeutung ausgesetzt sind.

Daten von einem Jahr zeigen soziale Auswirkungen auf

Der Bericht "How are the Girls? Eine Studie über die Rechte von Mädchen in sechs Ländern während der Covid-19-Pandemie", die auf der Veranstaltung vorgestellt wurde, ist das Ergebnis laufender Bemühungen der Ordensschwestern, die sozialen und erzieherischen Auswirkungen der Pandemie zu reduzieren. An der Studie nahmen rund 3400 Mädchen und junge Frauen im Alter von 10 bis 20 Jahren aus Kenia, dem Südsudan, Indien, Nepal, Ecuador und Peru teil.

Die Hälfte der Mädchen hatte Probleme, in den letzten 18 Monaten ihre Ausbildung fortzusetzen. Schulschließungen - in ländlichen Gebieten bis zu 85% - und das fehlen von alternativen Unterrichtsformen wie Online-Unterricht wurden als Gründe angegeben. Selbst wenn es Online-Angebote gegeben hätte, so hatten viele keinen Internetzugang während der Lockdowns. In Kenia waren es rund 70% der befragten Mädchen.

Lob von Dikasterium: Forschung ermöglicht Planung und Aktionen

Schwester Alessandra Smerilli, FMA, Sekretärin des vatikanischen Dikasteriums für den Dienst der integralen menschlichen Entwicklung, lobte in einer Online-Verbindung die Forschung zu dem Thema. Vor allem das dabei entstandene Netzwerk, das sich aus "leidenschaftlichen Menschen zusammensetzt, die zusammengearbeitet haben", sei ein Zeichen für ein gemeinsames Engagement der Kongregationen, das auch für ihr Dikasterium von Bedeutung ist.

Schwester Alessandra betonte, wie wichtig es sei, "mit einer Forschung zu beginnen, die Daten liefert", denn "ohne eine systematische und rigorose Datenerhebung kann es keine wirksame Planung und Aktion geben". Sie betonte auch, wie wichtig die Vernetzung ist, um sichtbar zu machen, was sonst unsichtbar bliebe.

Ein Forscherteam der Universität La Sapienza in Rom unter der Leitung von Prof. Maurizio Franzini, Direktor der Doktorandenschule für Wirtschaftswissenschaften, und die Expertin für die Rechte von Mädchen, Dr. Mathilde Gutzenberger, unterstützten und koordinierten die Studie. Die Ergebnisse werden für die künftigen Pläne der beteiligten Ordensgemeinschaften von grundlegender Bedeutung sein.

Im Saal anwesend waren die Generaloberin des FMA-Instituts, Mutter Chiara Cazzuola, Schwester Runita Borja, die Leiterin der Jugendpastoral und andere Ratsmitglieder, die emeritierte Generaloberin, Schwester Yvonne Reungoat und Schwester Annecie Audate, FMA, die Generaldirektorin von VIDES International.

Über die Veranstalter:
Die Veranstaltung wurde von Good Shepherd International Foundation Onlus, VIDES International NGO, Comboni Foundation Worldwide und RNDM International Mission Development Office in Zusammenarbeit mit der UISG organisiert. Diese vier internationalen Organisationen mit Sitz in Rom unterstützen religiöse Missionen in mehr als 80 Ländern der Welt, um die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der am stärksten gefährdeten und ausgegrenzten Gemeinschaften zu fördern, und zwar durch die Umsetzung von Programmen zur Zusammenarbeit und Entwicklung von Gemeinschaften, durch Lobbyarbeit und durch Maßnahmen zur Förderung der Menschenrechte.

(Quelle: www.cgfmanet.org)

Zusammenfassung der Studie in Englisch

Stimmen der Mädchen aus den betroffenen Ländern

Erfahrungen der Schwestern und Koordinatorinnen

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