"Höre, Petronilla"

Ein Aufruf von Sr. Runita Borja, Generalrätin für Jugendpastoral der Don Bosco Schwestern, zum Internationalen Frauentag

Auf dem Weg zum Internationalen Frauentag 2021

„Höre, Petronilla, mir scheint der Herr möchte, dass wir uns um die Mädchen von Mornese kümmern. (...) Denkst du nicht, dass uns das, wenn wir nähen könnten, gelingen könnte? Ich habe mich entschlossen die Schneiderlehre zu beginnen…. Wir nehmen einige Mädchen auf, die nähen lernen wollen, und wir werden sie darin unterrichten. Wir wollen aber nicht vergessen, dass es unser Ziel ist, sie von den Gefahren fernzuhalten, sie zum Guten zu führen und sie den Herrn kennen und lieben zu lehren.“ (Cronistoria Bd. 1, 97-98)

Das waren die Worte Maria Mazzarellos an ihre Freundin Petronilla; Worte, die bereits in dieser frühen Phase seiner Gründungsgeschichte, den Samen der Sendung unseres Institutes in sich trugen.

Heute heißen wir in den verschiedenen erzieherischen Umfeldern Mädchen und Buben, Kinder, Jugendliche und Frauen willkommen. 

„Frau sein“ immer noch ein Leben mit geringeren Möglichkeiten
Trotz einer positiven Entwicklung in den letzten Jahrzehnten, merken wir, dass die Situation von Mädchen und Frauen noch immer unsere Aufmerksamkeit und unser Engagement fordert. Noch immer gibt es viele Länder und Kulturen, wo die Tatsache „Frau“ zu sein eine automatische Verurteilung zu einem Leben mit geringeren Möglichkeiten für persönliches Wachstum und Entwicklung ist. Wir sehen in den verschiedenen erzieherischen Umfeldern die schmerzvolle Realität von Mädchen, jungen Frauen und Müttern, die unfrei gehalten werden, denen ihre Eigenständigkeit und ihre Rechte vorenthalten werden. Eines dieser Rechte ist das Recht auf Erziehung und Bildung.

Corona-Pandemie schwächt Frauen
Leider hat die Corona-Epidemie diesen Prozess der Ermächtigung von Frauen noch schwieriger und fragiler gemacht: Fälle von häuslicher Gewalt körperlicher, sexueller und psychischer Natur sind in einigen Ländern um bis zu 30% gestiegen. Darüber hinaus sind 70% aller Arbeitskräfte im Gesundheitssystem und im sozialen Sektor Frauen, sind als Teil einer „systemrelevanten“ Berufsgruppe gleichermaßen Überforderung und Risiko ausgesetzt. Es sind vor allem auch Frauen, die die zusätzliche Belastung der Familien in dieser Zeit tragen müssen. Sie leisten zirka dreimal so viele Stunden unbezahlte häusliche Arbeit als ihre Männer, und sie sind es, die kranke Angehörige pflegen.

Weltfrauentag – die Stärken der Frauen feiern
Jedes Jahr am 8. März feiert die Welt den Internationalen Frauentag. Diese Initiative, die von der UNO unterstützt wird, stellt Fortschritte, die Frauen in der Wirtschaft, in der Politik und in der Kultur bereits erzielen konnten, in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Dieses Jahr steht der Frauentag unter dem Motto „Frauen in Führungspositionen: eine gleichberechtigte Zukunft in der Welt von COVID-19 erreichen“. Ein weiterer Slogan des Tages ist „Wähle die Veränderung“ (Choose to challenge).

Ich lade euch alle ein, diesen wichtigen Tag im Allgemeinen und sein Motto im Besonderen über unsere sozialen Netzwerke bekannt zu machen. Verwenden wir die hashtags #ChooseToChallenge und #IWD2021 und ermutigen wir auch andere, an dieser Initiative teilzunehmen.

Macht Bilder mit euren erhobenen Händen, um so symbolisch eure Bereitschaft auszudrücken ...

... Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts beim Namen zu nennen
... am Errichten einer inklusiven Welt beizutragen
... den Erfolg von Mädchen und Frauen zu feiern!

Es grüßt euch herzlich,

Sr. Runita Borja FMA
(Generalrätin für Jugendpastoral der Don Bosco Schwestern weltweit)

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