Hilfe in der Ukraine und den Grenzländern

Nachrichten aus den Gemeinschaften der Don Bosco Schwestern

Rom (Italien): Während der Konflikt andauert und die ukrainische Bevölkerung versucht, sich in Sicherheit zu bringen, erhalten die Generaloberin des Instituts der Don Bosco Schwestern und die Generalräteinnen weiterhin Nachrichten von den Schwestern der ukrainischen, polnischen und slowakischen Gemeinschaften, die sich einsetzen, um konkrete Hilfe zu leisten und die Menschen zu empfangen. Es gibt auch zahlreiche Solidaritätsbekundungen, Gebete und großzügige Unterstützung aus den Gemeinschaften in aller Welt.

In der Ukraine
In der Stadt Lviv bereiten die FMA zusammen mit Freiwilligen und Jugendlichen Verbände für die verwundeten Soldaten vor, indem sie Laken in Streifen schneiden. Diese Geste erinnert an Mama Margherita, die Mutter Don Boscos, die in Turin während der Choleraepidemie von 1854 den Jugendlichen die schönsten Altartücher schenkte, um sie als Bettlaken für die Kranken zu verwenden. Alle in der Ukraine verbliebenen Schwestern setzen ihre Mission fort und bereiten Lebensmittel, heißen Tee, Verbandsmaterial, Kleidung und andere notwendige Dinge für die Bevölkerung und die Soldaten vor. Sie beten und bleiben in ihrer Nähe und bei ihnen.

Gemeinschaften der Slowakei und Polen
Die Schwestern in der Slowakei und Polen, die sich an der Grenze befinden, reisen zu den Bahnhöfen und Transitstrecken, um den Flüchtlingen zu helfen: Sie fungieren als Dolmetscher, geben Informationen über die Reisemöglichkeiten, bereiten warme Mahlzeiten zu und bieten denjenigen, die darum bitten, Gastfreundschaft, sei es für eine Nacht oder für mehrere Tage.

Die Schwestern arbeiten mit freiwilligen Helfern und anderen Ordensgemeinschaften zusammen und tun alles, um etwas gegen die kalten Temperaturen und die Müdigkeit der Menschen zu tun, die sehr dankbar für das sind, was sie bekommen. "Es gibt eine wunderbare Zusammenarbeit mit den anderen Schwestern und viele Leute machen als Freiwillige mit, es gibt eine große Solidarität", sagt eine Schwester. Die Schwestern, die nicht direkt beteiligt sind, unterstützen diese Initiativen mit ständigem Gebet und dem Angebot ihrer Arbeit.

Die Schwestern aus der polnischen Provinz berichten:
„Unsere Gemeinschaften haben die Türen der Häuser geöffnet: Wir haben etwa 100 Plätze für Familien vorbereitet, insbesondere für Frauen mit kleinen Kindern. Die Familien können einen sicheren Ort, Essen und alles, was sie brauchen, bekommen. Als Provinz wurden wir gebeten, Kinder aus ukrainischen Waisenhäusern mit ihren ErzieherInnen aufzunehmen. Die Sprache des Herzens hilft uns bei der ersten Kontaktaufnahme. 

In Synergie mit den Salesianern Don Boscos und der Caritas beteiligen wir uns an zahlreichen Initiativen. Unsere Schwestern gehen an die Grenze, wo sie bei den Übersetzungen helfen und wohin sie Hilfsgüter transportieren. Unsere Schulen sammeln Kleidung und andere Dinge, die gebraucht werden. Um den Kindern die Integration in das tägliche Leben zu erleichtern, bieten die Schulen Polnischunterricht an. Wir stehen in ständigem Kontakt mit den Schwestern aus der Ukraine, die uns mitteilen, was gebraucht wird.

Unsere Initiativen werden von jungen Freiwilligen von VIDES unterstützt, die bereits planen, Sommeraktivitäten und verschiedene Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche zu organisieren. Die Frauen, die ein Zuhause gefunden haben, stellen sich sofort zur Verfügung, um denjenigen zu helfen, die in die Gemeinden kommen. Für uns sind sie wie eine Brücke, die die Kommunikation mit dem Militär und den in der Ukraine zurückgebliebenen Menschen erleichtert; sie sind auch eine Quelle für neue Nachrichten und Hilfeersuchen.

Die polnische Bevölkerung ist sehr aufgeschlossen und möchte ihren Brüdern und Schwestern, die vor dem Krieg fliehen, helfen. Wir vereinen uns im Gebet mit allen Menschen, nicht nur in unseren Gemeinschaften, sondern auch in den Pfarreien. Wir danken unserem Institut für seine Unterstützung und seine Gebete.“

Dank an alle Schwestern
Madre Chiara antwortete auf die Mitteilungen, indem sie den Schwestern für alles, was sie tun, dankt: „In dieser Zeit des Leidens und der Erschöpfung so vieler Menschen ist Ihre Anwesenheit wie eine Zärtlichkeit Gottes.“
Die Verpflichtung zum Gebet wird von allen Gemeinschaften ernstgenommen, als Antwort auf die Einladung der Madre, „im Gebet und in solidarischen Initiativen vereint zu bleiben, mit der eindringlichen und einmütigen Bitte um das Geschenk des Friedens“.

Die Provinzoberinnen der Provinzenkonferez CIME (Europa und Naher Osten) haben vorgeschlagen, sich jeden Tag um 12 Uhr mittags in einer Gebetsgemeinschaft zu treffen, um ein Ave Maria für den Frieden zu beten, gefolgt von der Anrufung: „Maria, Königin des Friedens - bitte für uns“.

„Wir können auch die Kinder, die jungen Leute in unseren Werken, die Don Bosco Familie einladen. In dieser kurzen Zeit können wir in Europa innehalten und uns im Gebet vereinen“, ermutigte die CIME-Vorsitzende Sr. Petra Egeling.

Es gibt zahlreiche konkrete Initiativen aus der salesianischen Welt, um in dieser dramatischen Situation präsent zu sein. Erziehungsgemeinschaften in der ganzen Welt reagieren auf die Solidaritätsaufrufe mit Großzügigkeit und vielen Initiativen.

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