Ermutigung aus Rom

Angesichts der weltweiten Coronavirus-Krise hat Kardinal Joao Braz de Aviz eine Botschaft an alle Ordenspersonen weltweit gesandt.

Angesichts der weltweiten Coronavirus-Krise hat Kardinal Joao Braz de Aviz, der Präfekt der vatikanischen Kongregation für die Institute des Geweihten Lebens und die Gesellschaften des Apostolischen Lebens, am Montag, den 16. März 2020 eine Botschaft an alle Ordenspersonen weltweit gesandt.
Hier ein (leicht gekürzter und aktualisierter) Auszug davon:

 

„Der Herr ruft uns dazu auf, diese Fastenzeit des Jahres 2020 auf besondere Weise zu leben, auf eine Weise, die niemand ausdenken oder sich vorstellen konnte und die von jedem von uns entscheidende Änderungen in unserem Lebensstil verlangt.

Normalerweise werden während der Fastenzeit viele caritative Initiativen und Zeiten des Gebetes angeboten, um uns auf das Osterfest vorzubereiten. Heuer jedoch sind wir aufgerufen, den Glauben zwar gleich intensiv, aber auf ganz andere Art zu leben.

Das wirksamste Zeugnis, das wir geben können, ist zunächst einmal eine ruhige und engagierte Kooperation mit jenen, die uns regieren, sowohl auf staatlicher wie auf kirchlicher Ebene, indem wir umsetzen, was sie zum Schutz unserer Gesundheit verlangen.

Es ist eine Pflicht der Nächstenliebe und der Dankbarkeit, dass wir alle, individuell und in Gemeinschaft, unser Gebet intensivieren für all jene, die uns helfen, diese schwierige Zeit zu leben und zu überwinden. Behörden, Regierungsmitglieder, Menschen in Gesundheitsberufen auf allen Ebenen, freiwillige Zivilschutzhelfer und die Armeeangehörigen, all diese Menschen, die für diese Katastrophe ihre kostbare Arbeit zur Verfügung stellen, sollten die ersten sein, für die wir beten.

Wir denken in erster Linie an die kontemplativen Gemeinschaften, die versuchen, ein spürbares Zeichen des ständigen Gebetes für die ganze Menschheit zu sein.

Wir denken auch an die vielen älteren Schwestern und Brüder, die mit ihrem täglichen Gebet das Wirken jener begleiten, die aktiv sind und sich mit aller Kraft für die Brüder und Schwestern in Not einsetzen. Sie mögen ihren kostbaren Einsatz in diesen Tagen intensivieren, in der Gewissheit, dass der Herr nicht zögern wird, uns zu erhören.

Lasst uns die Tatsache, dass wir nun nicht gemeinsam Gottesdienst feiern können, in Verbundenheit mit jenen leben, die aufgrund des Priestermangels schon länger nicht mehr das Privileg haben, an der Eucharistiefeier teilzunehmen.

Mögen jene, die die Möglichkeit haben, es nicht unterlassen, konkrete Zeichen der Nähe zu den Menschen zu sein, immer in Übereinstimmung mit den Vorgaben der verantwortlichen Behörden. Wie in jeder Epoche der Vergangenheit und der jüngsten Geschichte nehmen wir teil am Leid, an den Ängsten und Sorgen der Menschen. Wir tun dies im sicheren Vertrauen, dass die Antwort Gottes nicht ausbleiben wird und wir ihm bald Dank sagen können.

Liebe Schwestern und Brüder, durch die modernen Kommunikationsmittel haben wir die Möglichkeit, an Feiern und Vorträgen teilzunehmen, uns weniger einsam zu fühlen und entfernte Gemeinschaften zu erreichen. Geben wir all jenen ein Zeichen der Hoffnung und des Vertrauens, die diese Tage in Angst und Sorge leben. Seien wir überzeugt, dass wir, wenn wir in dieser Zeit gut leben und verantwortungsvoll unseren Beitrag geben, der Gesellschaft helfen, aus dieser dunklen Stunde wieder herauszufinden.

Nehmen wir die Einladung von Papst Franziskus an, uns Maria anzuvertrauen, damit sie uns wie bei der Hochzeit von Kana helfe, nach dieser Zeit der Krise wieder Freude zu erleben.

Ich grüße Sie herzlich, in der Hoffnung, dass das Osterlicht und die Liebe des Auferstandenen unser ganzes Leben durchdringen werden.“

(fma

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