Endlich ein Wiedersehen

Ehemaligentreffen mit Jubiläums-Gedenkmoment am 25. Juni in München

Nachdem im März die Pandemie erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, konnte nun nach über drei Jahren Zwangspause endlich wieder ein Ehemaligentreffen in München stattfinden.

Anlässlich des 100-jährigen Provinzjubiläums ging es um 14 Uhr los mit einem Gedenkmoment in der Kaulbachstraße, wo von 1933 bis 1969 das „Don Bosco Heim“ und von 1955 bis 2012 das „Mädchenwohnheim Ermelinda“ vielen jungen Frauen ein Zuhause war.

Im Schatten der noch immer am ehemaligen Don Bosco Heim befestigten und erst kürzlich restaurierten Maria-Hilf-Statue las Sr. Rita Peters, Gemeinschaftsleiterin in München, einige Aufzeichnungen aus den Chroniken der Häuser vor. Vor allem nahm sie Passagen von vertrauten Festen und löste damit bei den Teilnehmerinnen immer wieder ein Schmunzeln aus – weckte sie dadurch doch viele Erinnerungen bei den Ehemaligen. Und so wurden natürlich auch eigene Geschichten unter allgemeinem Gelächter beigesteuert: Zum Beispiel wurde eine Ehemalige im Don Bosco Heim von einer der Schwestern vor einem jungen Mann gewarnt, der ein Schlawiner und sicher nicht gut für sie sei, da er ihr bei einem abendlichen Treffen nicht die richtige Uhrzeit gesagt hatte und sie deswegen zu spät ins Heim zurückkehrte, wo sie dann eben von der betreffenden Schwester empfangen wurde. Sie wäre dann 60 Jahre glücklich mit diesem Mann verheiratet gewesen …

Auch Frau Wolf, eine Bewohnerin des ehemaligen Don Bosco Heimes, die unseren Schwestern sehr verbunden ist, gesellte sich noch zu uns und berichtete aus ihrem reichen Wissensschatz über die Zeit der ersten Don Bosco Schwestern in diesem Haus.
Bei Kaffee und Kuchen, die schon in der Schellingstraße auf die Teilnehmerinnen warteten, schwelgten die Ehemaligen und Schwestern dann weiter fleißig in Erinnerungen und übermittelten gegenseitig Grüße von jenen Ehemaligen und Schwestern, die gerne gekommen wären, aber verhindert waren. Auch über die jeweilige aktuelle Situation tauschte man sich aus, zeigte sich gegenseitig Fotos von Kindern, Enkelkindern und sonstigen zwei- und vierbeinigen Familienmitgliedern und lachte immer wieder herzlich miteinander.

Um 17 Uhr gab es dann – wie bei den Ehemaligentreffen üblich – noch einen Abschluss-Gebetsmoment in der Hauskapelle, bei dem auch aller bereits verstorbenen Schwestern und Ehemaligen gedacht wurde.

Eine kleine Gruppe der jüngeren Teilnehmerinnen drehte dann noch mit Heimleiterin Andrea Schendel, die selbst „Ermelinda“-Ehemalige ist, eine Runde durch das Studienheim Maria Dominika, um zu schauen, was sich seit dem eigenen Auszug vielleicht alles verändert hat, aber auch um nochmals, nun jedoch in etwas jüngeren Erinnerungen zu schwelgen. Der Abschied fiel sichtlich schwer – aber alle waren zuversichtlich, dass es bis zum nächsten Wiedersehen nun nicht wieder drei Jahre dauern würde …

(Andrea Schendel, Leiterin Studienheim)

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