Berührender Abend

Kamingespräch in Stams zum "Langen Tag der Flucht" am 1. Oktober 2021

In Vorbereitung auf diesen Tag lud WG-Leiter Aaron Latta zu einem Kamingespräch ein. Es kamen viele Betreuer, Angestellte und Interessierte, die Schwestern und alle WG-Mädchen.

Als Gäste waren zwei junge Frauen eingeladen, die nach ihrer Flucht in der Stamser Sozialpädagogischen Wohngruppe Heimat gefunden haben. Die Moderation übernahm Veronika Latta mit viel Feingefühl.

Was die beiden zu erzählen hatten, hat alle berührt, es herrschte aufmerksame Stille im gut gefüllten Festsaal. Sie erzählten, wie es für sie war, als sie 2015 ihre Heimat verlassen haben, wie sie nach Österreich kamen und wie die erste Zeit in Stams war.

Narges war damals erst 12 Jahre und wurde auf der Flucht von ihrer Mutter getrennt. Sie hat sich einer fremden Familie angeschlossen und kam so bis Österreich. Sie hat bei uns rasch Deutsch gelernt, die Mittelschule abgeschlossen und eine Ausbildung zur Zahnarztassistentin gemacht.

Rima war damals 16 Jahre alt und floh mit der Familie ihres Bruders. Sie hat bei uns Matura gemacht und arbeitet jetzt in Innsbruck. Ihr Ziel ist das Medizinstudium.

Da beide viele Verwandte in Afghanistan haben, erzählten sie, wie die Lage ist, unter welchem Druck die Menschen dort leben müssen und wie sehr die beiden mit ihnen leiden.

Es war beeindruckend, wie Narges und Rima ihre Erlebnisse bewältigt haben. Jetzt sind sie starke, selbstbewusste junge Frauen, die wissen, was sie wollen, und es schätzen, bei uns in Europa auch die Möglichkeit dazu zu haben.

(Sr. Sylvia Steiger)

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