"Auch der Spaß ist nicht zu kurz gekommen"

Andrea Schendel berichtet über die Jahreshauptversammlung der Salesianischen Jugendbewegung Europa & Mittlerer Osten.
Das neue und alte „Small Team“, v.l.n.r.: Don Patrick Anthonyraj SDB, Sr. Lolia Pfozhumai FMA, Marta Radic, Pablo Osorio, Jeanine Balzan Engerer, Blažka Merkac, Renato Cursi, Carina Baumgartner, Anne-Florence Perras (Foto: SYM Europe)

„General Assembly SYM Europe / Middle East“ – Jahreshauptversammlung der Salesianischen Jugendbewegung Europa & Mittlerer Osten

Vom 23. bis 25. November trafen sich in Brüssel insgesamt rund 70 Jugendliche/junge Erwachsene, Salesianer Don Boscos, Don Bosco Schwestern und Mitarbeiter/innen zur Jahreshauptversammlung der Salesianischen Jugendbewegung Europa und Mittlerer Osten. Für Österreich nahmen Julia Kerschhofer, David Schicktanz und P. Johannes Haas SDB teil, für Deutschland, Katharina Klose, Meike Meyer, P. Johannes Kaufmann SDB und Andrea Schendel.

Als Tagungsort diente das Internat für „sozial benachteiligte“ Kinder und Jugendliche, das die Don Bosco Schwestern im Stadtteil Ganshoren betreiben, der ganz in der Nähe des berüchtigten Viertels Molenbeek liegt. Junge und auch ältere Schwestern, einige Bewohner/innen sowie zahlreiche Mitglieder der Salesianischen Jugendbewegung Belgien Süd / Frankreich gaben alles, damit sich die Teilnehmer/innen rundum wohlfühlen und sich ganz auf die Inhalte konzentrieren konnten.

 

Die Teilnehmer/innen der General Assembly (Foto: SYM Europe)

So gab es bereits vor dem offiziellen Beginn der Versammlung die Möglichkeit, das Europäische Parlament sowie das Sekretariat von COMECE, der Kommission der EU-Bischofskonferenzen, zu besuchen. Dadurch und vor allem auf Grund des Vortrags, den der COMECE-Generalsekretär, Fr. Olivier Poquillon OP, am Sonntag hielt, bekamen die Teilnehmer/innen einen Eindruck, wie intensiv die katholische Kirche sich in den politischen Prozess der Europäischen Union bei den Themen Migration, Forschung, Ökologie, Grundrechte, Kultur/Bildung, Wirtschaft, Außenpolitik und Religionsfreiheit einbringt. Gegen Ende fragte Fr. Olivier: „Wenn die EU kollabiert – was bleibt dann übrig? Trump, Russland und China – wollt ihr das??“ 

Auch die Jugendsynode wurde thematisiert
Natürlich war auch die Jugendsynode, die Papst Franziskus initiiert hat, ein großes Thema. Meike, eine der jungen Teilnehmerinnen aus Deutschland, schreibt: „Rossano Sala SDB, einer der Sekretäre der Jugendsynode, konnte uns einen ganz persönlichen Eindruck seiner Erfahrungen während der Jugendsynode geben und uns das Abschlussdokument näher erläutern. Wir hatten die Möglichkeit, uns über die Jugendsynode allgemein näher auszutauschen, und haben uns mit der Frage beschäftigt, was die Ergebnisse für unsere Arbeit mit jungen Menschen in Deutschland sowie auf europäischer Ebene bedeuten und wie wir diese auch umsetzen und einbringen können.

So ist uns nochmal bewusster geworden, wie viel junge Menschen zu sagen haben. Aber sagen alleine hilft nicht viel – unsere Wünsche, Ideen und Anregungen und das, was uns bewegt, müssen auch gehört werden. Wir erhoffen uns daher, dass wir einen Dialog und Austausch auf Augenhöhe schaffen mit jungen Menschen, Don Bosco Schwestern und Salesianern.“

Wahl des neuen "Small-Teams"
Des Weiteren wurde auch wieder ein neues „Small Team“ gewählt, das jeweils für drei Jahre die Leitung und Animation der „SYM Europe“ übernimmt. In den letzten drei Jahren war in diesem Gremium mit der ehemaligen VIDES-Volontärin Carina Baumgartner auch Österreich großartig vertreten, wodurch ein direkter Draht zur deutschsprachigen Provinz der Don Bosco Schwestern gewährleistet war. Im neu gewählten Small Team wird nun Jeanine Balzan Engerer aus Malta die Region Nord repräsentieren, wodurch es sicherlich eine etwas größere Herausforderung sein wird, die manchmal schon „speziellen“ Wünsche und Anregungen aus dem deutschsprachigen Raum künftig einzubringen.

 

Beim Lernen eines ukrainischen Tanzes (Foto: SYM Europe)

Resümees
Der Wert solcher Veranstaltungen wird schließlich in den Resümees der jungen Teilnehmerinnen eindrucksvoll erkennbar:„Natürlich sollte noch erwähnt sein, dass bei einem solchen Treffen auch der Spaß nicht zu kurz gekommen ist und wir auch fleißig gebetet haben. Mit vielen neuen Anregungen aus Brüssel sind wir nun wieder zurück und fühlen uns bestätigt, dass wir als deutsche ‚Don Bosco Youth‘ bereits auf einem guten Weg sind.“ (Meike/Deutschland)

„Ich bin immer noch von diesem großartigen Wochenende überwältigt. Die Don Bosco Familie wird immer meine Heimat, mein sicherer Hafen auf stürmischer See und mein Ort der Freude sein. Ich kann gar nicht beschreiben, wie dankbar ich bin für all diese großartigen Menschen, die mich dazu inspirieren, jeden Tag mein Bestes zu geben!“ (Julia/Österreich)

(Andrea Schendel)

Zurück zur Übersicht

Um die volle Funktionalität unserer Website zu gewährleisten bzw. unser Angebot zu optimieren, setzt unsere Website Cookies. Weiterlesen …