Verifica in Ariccia

Sr. Susanne Stachl berichtet über eine wegweisende Veranstaltung der Don Bosco Schwestern.
v.l.n.r.: Sr. Petra Egeling, Generaloberin Madre Yvonne Reungoat, Christiane Liebl (SMDB), Sr. Susanne Stachl, Sr. Maria Maul

Vom 8. bis 12. Januar konnte man im Casa Divin Maestro in Ariccia bei Rom ein Stimmengewirr vernehmen, das auf den ersten Blick fast an den Turmbau zu Babel erinnerte, sich dann aber doch schnell als ein recht pfingstliches Ereignis entpuppte: 71 Don Bosco Schwestern, 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 13 Jugendliche aus all den Nationen Europas und des Nahen Ostens, in denen Don Bosco Schwestern wirken, trafen sich mit der Generaloberin, Madre Yvonne Reungoat FMA, und ihrem Rat. 

Grund dafür, dass von Ägypten im Süden bis Großbritannien im Norden, von Portugal im Westen bis Russland im Osten, ja selbst aus München, Rottenbuch und Wien, eine solch große Pilgerschar sich auf den Weg nach Rom machte, war die Tatsache, dass das 23. Generalkapitel schon wieder drei Jahre zurückliegt: Halbzeit also bis zur nächsten weltweiten und richtungsbestimmenden Versammlung der Don Bosco Schwestern. Zeit für die drei Provinzenkonferenzen CII (Italien), CIEP (Spanien und Portugal) und CIEM (übrige europäische Staaten und Naher Osten) den Reigen der Verificas  zu eröffnen: die übrigen Provinzenkonferenzen weltweit werden folgen. 

Was Verifica eigentlich bedeutet? Nun im Grunde ist das so etwas wie die TÜV-Untersuchung beim Auto: nach vorgegebener Laufzeit wird überprüft, ob das Vehikel seine Aufgabe gemäß den Vorgaben erfüllt oder ob die Mechanik neu justiert werden muss. Bei einer Verifica gehört überprüft, inwieweit es in den jeweiligen Provinzen gelungen ist, die Beschlüsse des vergangenen Generalkapitels umzusetzen: welche Projekte gestartet, beibehalten oder abgeschlossen wurden. 

In Ariccia wurden Erfahrungen ausgetauscht und diskutiert,  gesellschaftliche Veränderungen ins Gebet genommen und reflektiert, geistliche Impulse gesetzt und verinnerlicht – alles im Bemühen, die Zeichen  der Zeit zu lesen und zu erkennen, was Gottes Wille ist für das Wirken der Don Bosco Schwestern unter den jungen Menschen. Und so kehrten die Teilnehmerinnen der deutschsprachigen Provinz , Sr. Maria Maul FMA (Provinzleiterin), Sr. Petra Egeling FMA (Provinzvikarin), Sr. Susanne Stachl FMA und Frau Christiane Liebl SMDB (Koordinatorin der SMDB von Österreich) am Ende zwar nicht mit einer TÜV-Plakette zurück, dafür aber mit neuem Schwung, frischen Ideen und einer Prise  Erfurcht, was Gottes Geist durch uns simple Geschöpfe zu wirken im Stande ist im alten Europa, im kriegsgebeutelten Syrien... in den Herzen vieler Menschen.   

(Sr. Susanne Stachl)

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