Osterfeuer in Magdeburg

vom

Sr. Bernadeth Geiger über ein Fest für die ganze Familie.

Am Ostersonntag luden wir in unserem Garten in Magdeburg zum traditionellen Familien-Osterfeuer ein. Auch in den umliegenden Stadtteilen wurden anlässlich des Osterfestes viele Osterfeuer entzündet, allerdings nicht mit dem Hintergrund der christlichen Symbolik, sondern oft auch nur um dann ein Straßenfest daraus zu machen. Aus diesem Grund bietet Sr. Lydia schon seit vielen Jahren das Familien-Osterfeuer an, um dadurch auch das christliche Verständnis dieses Symbols unter die Leute zu bringen.

Das Aprilwetter mit Sonne, Regen und sogar Hagelschauer ließ uns ein bisschen zittern, ob sich die Leute vor die Türe trauen. Das vorbereitete Osterfeuer musste auf alle Fälle auch bei unbeständigen Wetter entzündet werden, da wir nur für diesen Tag die von der Stadt benötigte Erlaubnis hatten ein Feuer dieser Größenordnung zu entzünden. Wir waren ganz erstaunt, als nacheinander die Leute doch eintrudelten – letztendlich waren es rund 30.

Die Kinder machten sich gleich auf die Suche nach den Ostereiern, die im Garten versteckt waren, während die Eltern schon ihre Stöcke für das Stockbrot schnitzten. Das brennende Osterfeuer schaffte eine schöne Atmosphäre, und da es recht kalt war rückten die Leute fest am wärmenden Osterfeuer zusammen.

Nachdem das Feuer abgebrannt war, konnte es mit dem Stockbrot losgehen. Die Erwachsenen saßen um das Feuer herum, und die Kinder grillten ihr Stockbrot über der Feuerschale. Auch wenn das eine oder andere Stockbrot am Ende ziemlich verkohlt aussah, wurde davon gegessen, was noch möglich war. Nach gut zwei Stunden wurde der Regen so stark, dass er als natürlicher Feuerlöscher für die Feuerstelle diente. So löste sich unsere österliche Runde auf.

(Sr. Bernadeth Geiger)

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