12 Kilometer unterwegs

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Romaria-Flüchtlingswallfahrt am 6. Mai von Schwechat nach Inzersdorf.

Als ein starkes Zeichen der Solidarität mit Flüchtlingen versteht sich auch dieses Jahr wieder die Wiener "Romaria"-Wallfahrt, zu deren Teilnahme am Samstag, dem 6. Mai ein breites Bündnis von kirchlichen und sozialen Organisationen einlädt. Anders als in den Vorjahren verläuft der Flüchtlingsmarsch mit religiösem und sozialpolitischem Schwerpunkt auf einer gekürzten Route über 12 Kilometer entlang der Südgrenze der Bundeshauptstadt, von Schwechat bis Wien-Inzersdorf.

Die Fußpilger starten um 9 Uhr bei der Pfarrkirche Schwechat, ehe eine halbe Stunde später beim Schwechater Sozialzentrum Zirkelweg der offizielle Auftakt stattfindet. Zu den weiteren Themenimpulsen gehört um 10.45 Uhr in der Pfarre Unterlaa ein Beitrag der Asylkoordination über die Externalisierung von Europas Flüchtlingspolitik sowie um 11.45 Uhr ein Impuls des Jugend Eine Welt Bildungsteams über die Schaffung von Solidarität durch Bildung.

Um 13 Uhr wird im islamischen Friedhof Wien der Menschen gedacht, die auf der Flucht verstorben sind, um 14.15 ist im Wiener Draschepark ein Impuls der NGO "SOS Mitmensch" über das "Zusammenleben in Respekt in einem sowohl nichtreligiösen als auch multireligiösen Land" vorgesehen. Am Ziel der Wallfahrt, der Wiener Pfarre Inzersdorf-Neustift, findet um 15 Uhr eine Begegnung mit jungen Flüchtlingen, ein Beitrag des Don Bosco Flüchtlingswerks über Kinderrechte sowie schließlich um 16.30 Uhr ein "politisches Abschlussgebet" statt mit Pater Rudolf Osanger SDB und der Präsidentin der österreichischen Frauenorden, Beatrix Mayrhofer, beteiligen wird.

Einen kulinarischen Beitrag leisten die Salesianischen Mitarbeiter mit einem süßen Kuchenbuffet.

Die "Romaria" ist von der brasilianischen Landlosenwallfahrt inspiriert, die unter derselben Bezeichnung eine religiöse Pilgerfahrt mit dem politischen Einsatz gegen Unterdrückung und Ausbeutung verbindet. In Österreich erfährt die vor acht Jahren gestartete Initiative für Solidarität mit Flüchtlingen und gegen Fremdenhass regen Zuspruch: Im Vorjahr beteiligten sich 200 Menschen - darunter Österreicher wie auch Flüchtlinge und Asylwerber - an der "Romaria". Eine Anmeldung für die Teilnahme ist nicht erforderlich, laut den Veranstaltern - Don Bosco Flüchtlingswerk, Steyler Missionare und Katholische Aktion - ist ein Dazustoßen auch während der Strecke jederzeit möglich.

(KAP/red)

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