Erste Schulwoche in Kambodscha

Volontärin Magdalena Ritter berichtet von einem lebhaften Unterricht in Phnom Penh.
In den Pausen lernt Volontärin Magdalena Ritter die Kinder erst richtig kennen.

Jetzt habe auch ich meine erste Schulwoche gut überstanden. Da ich ja die ersten beiden Wochen noch gemeinsam mit Teacher Seukok zusammenarbeitete, war es für mich halb so wild. Mein erster Eindruck der Kinder war sehr positiv. Die Kinder sind sehr diszipliniert. Doch natürlich muss man schon sagen, dass es auch hier ein paar Ausnahmen gibt.

Da in jeder Klasse 45 Schüler sind, ist es nicht ganz so einfach, die Aufmerksamkeit eines jeden Schülers zu erlangen. In der ersten Stunde hatten die Schüler die Möglichkeit, Fragen an mich zu stellen. Das hatte den Vorteil, dass ich gleich einmal einen ersten Eindruck über ihre Englischkenntnisse bekam. 

Was die Kinder sehr verblüffte war, dass meine Haare wirklich „echt“ und nicht gefärbt waren und meine unerklärliche Größe. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass die ersten Stunden sehr amüsant waren. Mit großen Augen gaben die Kinder mir das Gefühl, ich sei ein Alien.  Ich muss ehrlich sagen, ich finde es immer noch sehr ungewohnt, dass ich für die Leute aus Kambodscha „exotisch“ bin.  

Um ehrlich zu sein, macht mir das Unterrichten einen Riesenspaß, jedoch genieße ich es sehr mit den Schülern in den Pausen zu spielen und sie dadurch besser kennenzulernen. 

Nächste Woche erwarten uns dann 350 Kindergartenkinder…. auf die sind wir alle schon wirklich sehr gespannt! Denn mit 90 neuen (nur 3-jährigen Kindern) wird es sicherlich eine „Gaudee“ werden. Die Don Bosco Schwestern haben gemeint, wir sollen uns schon mal auf viele weinende, kreischende und beißende Kinder einstellen. Deshalb werde ich versuchen, meine Kollegin Isabella bei ihrer ersten Woche zu unterstützen… wenn ich nicht selber gerade unterrichte. 

(Magdalena Ritter, VIDES-Volontärin)

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