Pilgerreise nach Turin und Mornese

Sr. Johanna Götsch berichtet von einer Pilgerfahrt zu den Wurzeln.

Am 24. Mai 2017 war es wieder soweit: 30 buntgemischte Pilger aus Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Osttirol, Südtirol, Nordtirol und Mailand starteten von Baumkirchen aus nach Turin und Mornese. Organisiert wurde die Wallfahrt von den Don Bosco Schwestern in Baumkirchen Sr. Veronika Kreuzberger, Sr. Martina Nießner und Sr. Johanna Götsch. Pfarrer Andreas Tausch von Inzing in Tirol begleitete als Priester die Reise.

Den Auftakt bildete die italienische Messfeier mit Kardinal Renato in der Basilika. Nach dem Abendessen sammelten sich dann die vielen Menschen im Don Bosco Hof für die feierliche Maria Hilf Prozession durch das Stadtviertel Valdocco, das sogenannte „Arbeitsfeld Don Boscos“ in Turin. Jedes Jahr nehmen tausende Menschen daran teil. Sie werden dadurch nicht nur an das große Vertrauen, das Don Bosco zur Mutter Gottes hatte, erinnert, sondern bringen während der zweistündigen Prozession auch ihre eigenen Anliegen zu Maria.

Am zweiten Tag unserer Reise besichtigten wir die Stätten Don Boscos in Valdocco: seine erste kleine Kirche, die aus dem „Pinardi-Schupfen“ entstand, die Franz von Sales Kirche und die Wohnräume Don Boscos. In diesen „Camerette“ durften wir auch als Gruppe am Fest Christi Himmelfahrt, die Messe feiern.

Beeindruckend war auch der Besuch der Basilika „Consolata“ - Maria Trost - mit dem Reliquienschrein von Don Cafasso, dem geistlichen Begleiter Don Boscos. In dieser Turiner Wallfahrtskirche haben die Buben Don Boscos damals Tag und Nacht um seine Genesung gebetet. Auch der Dom mit dem Turiner Leichentuch, der sogenannten Sindone, lies uns still werden und dankbar für das Geschenk der Erlösung durch Jesus Christus.

Interessant war anschließend die Stadtrundfahrt und -führung durch Turin und der Rundgang im bekannten Valentini Park am Po mit dem reizenden, neu aufgebauten mittelalterlichen Städtchen. Wer denkt schon daran, dass Turin zur Zeit Don Boscos einige Jahre lang die Hauptstadt des Königreichs Italien war Hauptstadt Italiens war und ein reiches Kulturerbe birgt.

Am dritten Tag ging die Reise weiter nach Becchi, dem Geburts- und Heimatort Don Boscos. Immer wieder beeindruckt dieser kleine Ort, von dem so Großes in die ganze Welt ausging.

Die letzten beiden Tage verbrachten wir in Mornese, dem Gründungsort der Don Bosco Schwestern. Hier fanden wir viel Zeit und Stille, um dem „Garten unseres Herzens Aufmerksamkeit zu schenken“, wie es Maria Mazzarello formulierte.
Am letzten Abend gab’s noch eine fröhliche Weinverkostung bei einer Weinbauernfamilie namens Mazzarello in Mornese. Und so mancher Teilnehmer freute sich, ein gutes Fläschchen Wein aus den Hügel des Monferrats mitnehmen zu dürfen.
Begleiten wird uns auch die gegenseitige Zusage, im Gebet miteinander verbunden zu bleiben und das Vertrauen, dass wir in allen Lebenssituationen aufgefangen werden von Gottes guten Händen.

(Sr. Johanna Götsch)

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